Fridtjof Petzold darf vorerst nicht an Wettkämpfen teilnehmen. (Archivbild)
Peter Kneffel/dpa
Fridtjof Petzold darf vorerst nicht an Wettkämpfen teilnehmen. (Archivbild)
Querelen im Verband

Eisschnelllauf-Verbände fordern Ende der Petzold-Sanktionen

Die Eisschnelllauf-Landesverbände fordern die sofortige Aufhebung der Sanktionen gegen Fridtjof Petzold. Sie kritisieren das Vorgehen des Dachverbandes DESG als unverhältnismäßig und satzungswidrig.

Die Landesverbände fordern die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft dazu auf, die Sanktionen gegen Fridtjof Petzold mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Das geht aus einem Schreiben der neun Verbände an das Präsidium des Dachverbandes hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die DESG war für eine Reaktion angefragt. Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.

Während der Olympischen Winterspiele hatte Petzold von strukturellen Problemen im Verband und schlechter Betreuung gesprochen. Daraufhin wurde der 28-Jährige durch einen Beschluss des Präsidiums sanktioniert. Bis der Disziplinarbeirat des Verbandes eine endgültige Entscheidung trifft, wird Petzold nicht für Wettkämpfe nominiert. Zudem ist sein Status als Bundeskaderathlet vorläufig ausgesetzt worden. Bei der laufenden WM fehlt Petzold daher. 

Landesverbände: Lebensgrundlage wird entzogen

Die Landesverbände halten das Strafmaß für unverhältnismäßig. «Wir weisen darauf hin, dass mit dem (auch vorübergehenden) Entzug des Kaderstatus dem Sportler quasi Berufsverbot erteilt und damit die Lebensgrundlage entzogen wird», heißt es in dem Schreiben. 

Nach Auffassung der Landesverbände verstößt der Umgang der DESG mit Petzold zudem gegen die eigene Satzung. Denn nur der Disziplinarbeirat selbst könne solch eine Entscheidung treffen. «Der Präsidiumsbeschluss ist daher nach hiesiger Meinung nichtig.»

Der Verein Athleten Deutschland hatte zuletzt kritisiert, dass ausgerechnet der Disziplinarbeirat über mögliche Sanktionen entscheide. Schließlich seien dort Personen vertreten, «die maßgebliche Mitverantwortung für die von Petzold angesprochenen Probleme tragen».

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