Sinner-Absage für Peking: Zverevs Chance auf Nummer 1 steigt
Der aktuelle Weltranglistenerste Jannik Sinner muss sein Comeback noch einmal verschieben. Das ist schlecht für das Punktekonto des Italieners - aber gut für Alexander Zverev.
Der aktuelle Weltranglistenerste Jannik Sinner muss sein Comeback noch einmal verschieben. Das ist schlecht für das Punktekonto des Italieners - aber gut für Alexander Zverev.
Alexander Zverevs Chancen auf die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste sind noch einmal gestiegen. Der aktuell führende Jannik Sinner aus Italien gab seinen Startverzicht für das ATP-Turnier in Peking bekannt, weil seine Knieprobleme ein Comeback noch immer verhindern.
«Es tut mir sehr leid bekanntzugeben, dass ich nicht in der Lage sein werde, in diesem Jahr in Peking zu spielen. Meinem Knie geht es nicht so gut, wie ich es gerne hätte, und ich bin noch nicht bereit für Wettkämpfe», sagte der 25-jährige Sinner in einem auf seinen Social-Media-Kanälen geposteten Video: «Aber ich werde alles Mögliche tun, um so schnell wie es geht wieder auf dem Platz zu sein.»
Darum stehen Zverevs Chancen gut
Sinner hatte zuletzt vor fast zweieinhalb Monaten im gegen Zverev gewonnenen Wimbledon-Finale ein offizielles Match bestritten. Seitdem fällt der fünfmalige Grand-Slam-Turniergewinner wegen einer Knieverletzung aus. Zverev konnte auch durch seinen US-Open-Triumph den Rückstand in der Weltrangliste auf den Südtiroler auf 1810 Punkte verkürzen.
Durch seinen Startverzicht in Peking kann Titelverteidiger Sinner seine 500 Punkte aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Auch in den übrigen Turnieren bis zum Saisonende hat er im Vergleich zum Hamburger Zverev deutlich mehr Punkte zu verteidigen.
Becker glaubt an Zverev als Nummer 1
Zverev, der im Vorjahr bereits im Viertelfinale ausgeschieden war, geht nun beim 500er-Turnier in Peking als topgesetzter Spieler an den Start und kann seine Ausgangslage im Kampf um die Nummer eins weiter verbessern. Zurzeit ist der 29-Jährige beim Laver Cup in London dabei. Bei dem Showevent mit einem Team Europa und einem Team Welt werden keine Weltranglistenpunkte vergeben.
«Ich werde für den Rest des Jahres konzentriert bleiben und alles dafür tun, die Resultate so zu zeigen, dass ich die Chance habe, Nummer eins zu sein», sagte Zverev. Bislang schaffte es als einziger Deutscher bei den Männern nur Boris Becker auf den Tennis-Thron, der insgesamt zwölf Wochen die Nummer eins der Welt war. Für den dreimaligen Wimbledonsieger ist es nur noch «eine Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wird», wie er während der US Open bei «sporteurope.tv» anmerkte.
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