Alexander Zverev meistert seinen Auftakt in Shanghai. (Archivbild)
Achmad Ibrahim/AP/dpa
Alexander Zverev meistert seinen Auftakt in Shanghai. (Archivbild)
Tennis

Zverev übersteht Schreckmoment: Nummer eins ganz nah

Alexander Zverev dürfte in den kommenden Wochen erstmals die Nummer eins der Tennis-Welt werden. Im ersten Spiel nach Jannik Sinners verkündetem Saisonaus nimmt der Deutsche die erste Hürde.

Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev hat eine Schrecksekunde überstanden und einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Nummer eins gemacht. Der 29 Jahre alte Hamburger besiegte zum Auftakt des Mastersturniers in Shanghai den Lokalmatador Yibing Wu mit 6:4, 7:6 (7:4). Beim Stand von 5:5 im zweiten Satz knickte Zverev mit dem linken Fuß um. Nach kurzer Pause ging es für ihn doch weiter.

«Er schlägt so hart, wie es geht. Deshalb hängt das Spiel nicht so sehr von dir selbst ab», sagte Zverev nach dem Sieg und zeigte sich zufrieden.

Dem Deutschen genügte ein insgesamt unspektakulärer Auftritt mit nur zwei Gewinnschlägen in Satz eins. Zverev, der in diesem Jahr die French Open und die US Open gewonnen hat, steht derzeit noch auf Weltranglistenplatz zwei. Er wird den Italiener Jannik Sinner aber in den kommenden Wochen überholen. 

Sinner hat seine Saison wegen anhaltender Knieprobleme vorzeitig beendet und wird seine gute Ausbeute aus der Vorsaison im Endspurt nicht verteidigen können.

Alcaraz und Shelton nur mit theoretischen Chancen

Theoretisch könnten der Spanier Carlos Alcaraz und der Amerikaner Ben Shelton, der in Shanghai den Deutschen Daniel Altmaier mit 6:3, 7:6 (8:6) besiegte, bis Jahresende noch an Zverev vorbeiziehen. Dafür müsste entweder Alcaraz oder Shelton aber nicht nur alle Turniere gewinnen, sondern auch noch für zusätzliche kleine Turniere melden. Das gilt als extrem unwahrscheinlich.

Erreicht Zverev in Shanghai mindestens das Halbfinale, ist auch dieses Szenario erledigt. Mit einem Turniersieg in China und einem Halbfinaleinzug beim Turnier in Wien (ab 26. Oktober) würde Zverev mit der Weltrangliste am 2. November erstmals Platz eins übernehmen und damit auf Boris Becker folgen, dem dies als bislang einzigem männlichen deutschen Tennisprofi gelungen war.

Deutschlands Tennis-Idol gratulierte Zverev bereits vorab. «Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!», schrieb der dreimalige Wimbledonsieger, nachdem der Italiener Sinner vor ein paar Tagen sein vorzeitiges Saisonende verkündet hatte.

© dpa-infocom, dpa:261009-930-813494/1
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