So sorgt Freiburg für Abkühlung in der Stadt
Die Stadt Freiburg setzt auf verschiedene Maßnahmen, um an heißen Tagen für mehr Schatten, Trinkwasser und Erfrischung zu sorgen.
Die Stadt Freiburg setzt auf verschiedene Maßnahmen, um an heißen Tagen für mehr Schatten, Trinkwasser und Erfrischung zu sorgen.
Hohe Temperaturen werden in Innenstädten schnell zur Belastung – vor allem für ältere Menschen, Kinder, Obdachlose und alle, die lange draußen unterwegs sind. Die Stadt Freiburg setzt deshalb auf verschiedene Maßnahmen, um an heißen Tagen für mehr Schatten, Trinkwasser und Erfrischung zu sorgen.
Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Grünoasen. Dabei handelt es sich um Bereiche mit Holzpodesten, Pflanz- und Kübelmodulen sowie mobilen Wanderbäumen, die Schatten spenden und die Aufenthaltsqualität verbessern sollen.
Nach Angaben der städtischen Projektleiterin Katrin Stehle wurden bereits acht Projekte mit einem Volumen von rund 800.000 Euro umgesetzt. Weitere Maßnahmen sollen folgen.
Ganz neu ist eine Wassernebel-Sprühanlage im Colombipark. Die Stahlseilkonstruktion mit integrierten Düsen sorgt auf Knopfdruck für Abkühlung. Die Anlage kostete nach Angaben der Stadt rund 15.000 Euro.
Zusätzlich wurde ein Pflanzkübel mit integrierten Nebeldüsen für rund 30.000 Euro bestellt. Wo dieser aufgestellt wird, ist bislang noch offen. Weitere fest installierte Vernebler sind nach Angaben der Stadt außerdem bei der Umgestaltung des Zollhallenplatzes und im Sanierungsgebiet Sulzburger Straße vorgesehen.
Auch beim Zugang zu Trinkwasser wurde nachgebessert: In Freiburg gibt es inzwischen 34 Trinkbrunnen sowie sieben Wasserstelen, an denen sich Bürgerinnen, Bürger und Besucher erfrischen können.
Eine Übersicht über die Standorte der Trinkbrunnen und kühlen Orte in der Stadt gibt es auf der Internetseite der Stadt Freiburg.
Besonders beliebt sind an heißen Tagen die Freiburger Bächle. Sie gelten bundesweit als außergewöhnlich und sorgen mit dem Wasser der Dreisam für eine spürbare Abkühlung, weil Feuchtigkeit verdunstet und so die Luft kühlt.
Bei hohen Temperaturen sitzen viele Menschen an den Bächle und lassen die Füße ins Wasser hängen. Vor Cafés und Restaurants werden dafür teils sogar Kissen ausgelegt. Wenn besonders viele Menschen gleichzeitig ihre Füße ins Bächle halten, kommt es mitunter vor, dass Café-Betreiber kurz darum bitten, die Füße wieder herauszunehmen, damit das Wasser nicht durch kleine „Fuß-Staudämme“ überläuft.
Wenn die Temperaturen auf mehr als 33 Grad steigen, ist in Freiburg außerdem der DRK-Hitzebus im Einsatz. Er versorgt vor allem obdachlose Menschen, aber auch dehydrierte Besucherinnen und Besucher der Innenstadt mit Wasser.
Ein Zweierteam spricht die Menschen direkt vor Ort an und ist dabei mit einem Bollerwagen voller Wasserflaschen und Sonnencreme unterwegs. Zusätzlich hat das Team einen Sanitäts-Notfallrucksack dabei.
Nach Angaben des DRK werden weiterhin Ehrenamtliche gesucht, die den Hitzebus unterstützen.
Weitere Informationen gibt es hier.
Mit Grünoasen, Wassernebel, Trinkbrunnen, Wasserstelen, den Bächle und dem Hitzebus versucht Freiburg, die Folgen extremer Hitze in der Stadt abzumildern. Gerade in dicht bebauten Innenstädten wird der Umgang mit Hitze damit zunehmend zu einer wichtigen Aufgabe der Stadtentwicklung und der Gesundheitsvorsorge.