Das Telefon klingelt. Der Anrufer stellt sich als Mitarbeiter von Microsoft vor und behauptet, dass Computer oder Laptop des Angerufenen von Viren befallen sei. In diesem Fall legst du am besten gleich wieder den Hörer auf. Denn am anderen Ende der Leitung sind höchstwahrscheinlich Betrüger, die nichts mit Microsoft zu tun haben, sondern in einem Call-Center in Indien sitzen.
Die Masche ist immer die gleiche:
Die angeblichen - häufig nur Englisch oder gebrochen Deutsch sprechenden - Microsoft-Mitarbeiter behaupten, dass der Rechner des Angerufenen Fehler aufweise, von Viren befallen oder gehackt worden sei oder ein neues Sicherheitszertifikat benötige und bieten ihre Hilfe an. Dazu sollen die Angerufenen auf ihren Geräten unter "Anleitung" eine Fernwartungssoftware installieren, mit der die angeblichen Probleme gelöst werden können.
Doch mit diesem Programm erhalten die Betrüger Zugriff auf die Rechner ihrer Opfer und können sensible Daten, beispielsweise Passwörter für das Online-Banking ausspähen.
Seit Mai wurden dem Polizeipräsidium Freiburg über 40 solcher Fälle gemeldet. Deshalb warnt sie nochmals eindringlich vor dieser Masche.
Auch deshalb, weil die routinierten Ganoven für ihre vermeintliche Service-Leistung meist auch noch eine "Gebühr" verlangen.
Anfang August wurde so ein Senior in Weil am Rhein um 6000 Euro betrogen. Im Raum Emmendingen traf es vor kurzem einen betagten Mann, der um knapp 1500 Euro hintergangen wurde.
Wie soll man sich verhalten?
Präventionsexperte Achim Hummel weist darauf hin, dass seriöse Unternehmen wie Microsoft niemals unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden aufnehmen. Er rät daher auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten herauszugeben.
Ganz wichtig - gewähre einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf deinen Rechner, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.
Wähle in Notfällen die kostenlose Notrufnummer 110 und informiere die Polizei.