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Die Vier von hier

Ein neues Leben durch eine Stammzellspende

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"Sie ist eine ganz besondere Person in meinem Leben. Sie gehört zu meiner Familie!"

Unheilbar krank zu sein und zu wissen, dass deine einzige Chance wieder gesund zu werden eine Stammzellspende ist – in dieser unglaublich beängstigenden Situation befinden sich Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind und den Krebs durch Chemotherapie nicht bekämpfen können. Einen passenden Stammzellspender zu finden, ist wie ein Sechser im Lotto…. doch manchmal gewinnt man den Jackpot.

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Die Chemotherapie

So lässt sich auch die Geschichte von Laura aus dem Raum Hamburg und unserem Reporter Sascha Baumann beschreiben.
Die damals fünfjährige Laura war an Blutkrebs erkrankt und, während andere Kinder in ihrem Alter fröhlich draußen mit Freunden spielten, musste sie im Krankenhaus stundenlang an den Geräten der Chemotherapie hängen.

Als kleines Kind versteht man nicht, warum man an Geräte angeschlossen ist, die größer sind als man selbst… 

- Laura

                          
Die Chemotherapie schlug jedoch nicht an und es stand schließlich fest: Um wieder gesund zu werden, benötigte Laura dringend eine Stammzellenspende.

Der 1. April 2003

Für Laura und ihre ganze Familie hieß es jetzt, die Ungewissheit aushalten und hoffen, dass sich ein passender Stammzellenspender findet.

Dienstag, der 1. April 2003, hat eine ganz besondere Bedeutung für Laura und bis heute kann sie sich die nun junge Frau noch ganz genau an diesen Tag erinnern. An diesem kamen die Ärzte überraschend in ihr Krankenzimmer, wo sie gerade mit ihrer Mutter saß und überbrachten ihnen die frohe Botschaft, dass ein passender Spender gefunden wurde.

Da fällt einem nicht nur ein Stein vom Herzen. Man weiß einfach, dass es jetzt bergauf geht, weil das vielleicht die Rettung ist.

​- Laura

                        
Die Spende

Und diese rettenden Stammzellen kamen von unserem Reporter Sascha Baumann. Nachdem er sich erst kurz davor auf einer Veranstaltung hat typisieren lassen, hätte er niemals gedacht, so schnell als Stammzellenspender infrage zu kommen. Nach einer Feinuntersuchung, die herausstellte, ob er wirklich Lauras genetischer Zwilling war, wurde ihm operativ Knochenmark aus dem Beckenknochen entnommen und an Laura gespendet.
 
Das erste Treffen

Eine Knochenmarkspende ist keine Garantie dafür, dass der Blutkrebs besiegt wird – doch Laura hat es geschafft.
Nach der Spende verstrichen zwei Jahre. Das ist die Zeit, die Spender und Empfänger in Deutschland warten müssen, bis sie ihren genetischen Zwilling persönlich kennlernen dürfen. Sascha – der damals schon selbst Kinder hatte -  überlegte lange, ob er den Kontakt aufnehmen möchte, denn er wollte der Familie auf keinen Fall das Gefühl geben, ihm für die Spende dankbar sein zu müssen. Nach dem ersten Telefonat mit Lauras Vater, verabredeten sie sich jedoch zu einem gemeinsamen Frühstück.
 

Da war ich echt ziemlich nervös. Wir sind zusammen durch die Stadt gelaufen und irgendwann hat mich Laura angeschaut und an die Hand genommen…sie war ja damals erst sechs Jahre alt… und damit war alles gesagt.

- Sascha

 
                            
Bis heute beste Freunde

Mit diesem Treffen begann die besondere Freundschaft zwischen dem erwachsenen Mann und dem kleinen Mädchen, denn die genetischen Zwillinge verstanden sich auf Anhieb.

Inzwischen sind wir wie Blutsgeschwister. Sie ist eine ganz besondere Person in meinem Leben. Sie gehört zu meiner Familie!

– Sascha
 

Das kann man gar nicht in Worte fassen. Sascha ist nicht einfach ein Freund. Er ist mein Bruder und steht ganz oben auf der Liste der Menschen, die mir ganz nah am Herzen sind.

– Laura
             

In den folgenden Jahren trafen sich Laura und Sascha immer wieder und halten den Kontakt bis heute, wo Laura nun schon eine erwachsene Frau ist.
2017 kam Laura Sascha zusammen mit ihrer Schwester an seinem Geburtstag besuchen.

Sascha hat dann versucht zu erzählen, wer ich bin, denn viele kannten mich ja nicht. Das hat aber nicht so gut funktioniert, weil wir beide in Tränen ausgebrochen sind.

– Laura
        

Eine Stammzellenspende ist also nicht nur für den Empfänger ein Geschenk. Laura und Sascha haben durch die Spende beide eine unglaublich wertvolle Freundschaft gewonnen.
Für 2020 steht übrigens schon das nächste Treffen an. Da gehen die beiden Freunde dann zusammen auf das Heavy-Metal-Festival in Wacken.
                    
     

 

    
Du willst auch einem an Blutkrebs erkrankten Menschen die Chance auf ein neues Leben geben? Dann lass dich ganz bequem von Hause als Spender typisieren.  
           

       
 

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