Die Vier von hier

​Corona, Schule und eine Großfamilie

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Familie Radau hat sieben Kinder

Anfang des Jahres mussten wir uns vielen neuen Herausforderungen stellen. Jeder von uns hat die Corona Situation anders erlebt, nur die Bestimmungen waren für uns alle gleich. Wie ist das aber als Großfamilie? Familie Radau hat sieben Kinder und sie sind richtig gut organisiert!

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Am Anfang der Pandemie war der Familie auch erst nicht klar, wie schlimm die Situation wirklich ist. Katja Radau, gelernte Sonderpädagogin und die Mutter der sieben Kinder ist noch in Elternzeit mit ihrer kleinsten Tochter und hatte deshalb kein Homeoffice. Sie hatte den ganzen Tag Zeit für die Kinder. 

„Den Großen hat das nicht so viel ausgemacht, die haben dann Homeschooling gemacht“, sagt die Mutter. Mit den Aufgaben von der Schule waren sie den ganzen Tag beschäftigt und mussten ihre Aufgaben wieder zurück an die Schule schicken. Für die jüngeren Geschwister musste sich das Ehepaar dann ein Tagesprogramm überlegen. Für die Kleinen ging es dann morgens los mit Spielen im Zimmer und danach an der frischen Luft.

„Von zwölf bis drei haben wir dann ganz bewusst einfach das was sie im Kindergarten nicht mitgemacht haben wie schneiden, kleben, Farben lernen zwei bis drei Stunden mit ihnen gemacht.“ Dann kam die Schließung der Spielplätze. „Wir haben dann selbst ein großes Trampolin gekauft und noch eine Wippe hingestellt und dann haben wir uns quasi unseren eigenen Spielplatz vor der Tür gebaut“, sagt Katja. Das Haus haben sie auch so umgebaut, dass sich die Kinder auch dort gut frei bewegen konnten.

Jetzt geht’s aber weiter nach den Sommerferien. Jedes Kind muss an seinen Ort, entweder in die Schule oder in den Kindergarten. Über die zwei großen Kinder und ihre Selbständigkeit ist Katja froh, sie können sich soweit selbst organisieren. Die Kleinen bringt die Mutter alle in den Kindergarten. 

Die große Tochter ist angehende Erzieherin und muss vor Antritt ihres Praxisplatzes einen negativen Corona Test vorlegen. Der zweitälteste Sohn geht in Rheinland-Pfalz in die Schule und musste nichts vorweisen. Das drittälteste Mädchen kommt jetzt in die Schule, sie ist also noch zuhause mit ihrer kleinsten Schwester. Auch sie muss nichts vorweisen.

Drei Kinder besuchen denselben Kindergarten und dürfen dort auch schon seit dem 1. September wieder hin gehen. Dem Kindergarten musste die Familie bestätigen, dass die Kinder nicht krank sind und sie in keinem Risikogebiet waren.
Der Vater, Oliver Radau geht wieder normal arbeiten und ist inzwischen auch nicht mehr im Homeoffice. 

Wenn jetzt bei einer Einrichtung von irgendeinem Kind ein Corona Fall auftreten würde, müsste die Familie das auf sich zukommen lassen. Dafür gebe es jetzt noch keinen Plan.

Die Kleinen müssen zwar noch keine Masken tragen, finden das aber toll, weil es ein bisschen wie verkleiden ist und die größeren Kinder und auch die Eltern selbst sind gut mit Masken ausgestattet.

Die Eltern Katja und Oliver sind also richtige Organisationstalente!

Zum Schluss noch ein Tipp von Katja an alle Eltern: „Maske gehört jetzt zum Alltag, das heißt, wenn ich die Maske nicht aufsetze, dann kann ich nicht ins Museum gehen. Mit Kindern sperre ich mich selbst ein. Das heißt, mit Kindern muss ich einfach das Beste daraus machen, was mir dann an Freiheit wiedergegeben wird. Ich kann ja in den Zoo gehen oder raus gehen – also einfach versuchen das Beste aus der Situation machen, die jetzt momentan da ist und darauf warten, dass es wieder anders wird und das wird garantiert!“

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