TSG 1899 Hoffenheim

Nach Elfmeterkrimi: TSG in Runde zwei

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Oliver Baumann hält zwei Elfmeter

Mit einem blauen Auge zieht die TSG Hoffenheim in die zweite Runde des DFB Pokals ein. Schon wieder musste die TSG in Runde eins ins Elfmeterschießen, schon wieder hielt Baumann zwei Elfmeter. Dabei sorgte Hoffenheims neuer Cheftrainer Sebastian Hoeneß bei seinem Pflichtspieldebut gleich für eine Überraschung. Kaderabek spielte den linken Außenverteidiger und Akpoguma startete auf rechts.

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Es war das erwartet schwere Spiel vor 3000 Chemnitzern. Hoffenheim hatte in der Anfangsphase zwar mehr vom Spiel, aber die Heimelf stand gut und hielt auch dagegen. Das musste auch der auf links gestellte Pavel Kaderabek feststellen, denn nach einem Zweikampf fasste sich der Tscheche an den Oberschenkel und musste schließlich ausgewechselt werden. Für ihn kam Brenet, der in der Rückrunde der abgelaufenen Saison nach Arnheim verliehen wurde. 

Hoffe hat die Nase vorn
Torchancen waren in der ersten halben Stunde Mangelware. Bicakcic und Kramaric sorgten mit Schüssen aus der Distanz für Aufregung, aber für wenig Gefahr. Chemnitz verteidigte solide und auch oftmals mit allen 11 Mann in der eigenen Hälfte. 

Nach 34 Minuten dann die erste Großchance der TSG - Brenet tankte sich links durch, gab nach innen zu Bebou, der weiterleitete auf Kramaric. Doch der Kroate vergab schludrig aus wenigen Metern. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte die TSG zwei weitere dicke Möglichkeiten. Erst köpfte Kramaric aus fünf Metern drüber, dann parierte wenig später CFC Keeper Jakubov einen artistischen Schuss von Baumgartner. Hoffenheim machte das Spiel, erspielte sich Torchancen, doch die Heimelf lieferte einen tollen Kampf. 

Kramaric trifft - Freiberger auch 
Nach der Pause war die TSG aber hellwach zur Stelle. Brenet steckte auf Bebou durch, der umkurvte den Torhüter der Chemnitzer und legte uneigennützig quer auf Goalgetter Kramaric. Der Kroate hatte keine Mühe die Kugel über die Linie zu drücken. Doch die Führung hielt nicht lange, der CFC kam in Person von Freiberger zurück in die Partie. Milde passte nach innen, Freiberger nahm den Ball stark an und lies Akpoguma ins Leere rutschen.  Aus der Drehung traf der 31-jährige dann zum Ausgleich. Akpoguma sah bei dieser Situation nicht gut aus. 

Und das Spiel wurde wild - Kramaric tankte sich im Chemnitzer Strafraum durch, Verteidiger Hohender ging zu Boden und spielte den Ball glasklar mit der Hand - doch Schiedsrichter Hanslbauer lies weiterlaufen. Nach Kaderabek musste nun auch Verteidiger Posch verletzungsbedingt das Feld verlassen. Es wurde ein ruppiges Spiel und der CFC spielte gut mit, war mutig und aggressiv. Hoffenheim dagegen kam nur schwer mit der Spielweise des CFC zurecht und konnte innerhalb der ersten 90 Minuten keinen Treffer mehr nachlegen. 

Wilde Verlängerung
Die Verlängerung startete mit einem Elfmeterpfiff für die TSG. Gacinovic wurde von Köhler zu Fall gebracht, doch Schiedsrichter Hanslbauer nahm die Entscheidung nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurück. Stattdessen treffen die Hausherren! Bickel kam nach einem langen Einwurf an den Ball und spitzelte die Kugel mit dem Außenrist ins lange Eck! Und der CFC hatte Bock auf Runde 2. Freiberger zog aus der Distanz ab - Torhüter Baumann lenkte den Ball mit einer sehenswerten Parade über die Latte. Und Hoffenheim hätte kurz vor der Pause noch ausgleichen können. Baumgartner setzte einen Kopfball an den linken Pfosten. 

Kramaric per Elfmeter
Nach 110 Minuten konnten die Hoffenheimer mal kräftig durchschnaufen. Auf dem Weg in den Strafraum wurde er gelegt und so gab es Elfmeter. Den fälligen Strafstoß verwandelte natürlich Kramaric gewohnt sicher. Doch das war’s dann in der Verlängerung - 2:2 nach 120 Minuten, das Spiel wird im Elfmeterschießen entschieden. 

Das Elfmeterschießen 
Kramaric: trifft links oben.
Grym: Baumann hält mit den Füßen!
Belfodil: trifft links halbhoch.
Müller: Baumann hält mit tollem Reflex!
Gacinovic: verschießt kläglich. 
Freiberger: trifft links unten.
Bicakcic: an die Latte!
Campulka: trifft in die Mitte.
Baumgartner: trifft souverän links.
Bickel: schießt drüber!

Nach einem Elfmeterkrimi steht die TSG Hoffenheim mit einem dicken blauen Auge in Runde zwei des DFB Pokals. Hier darf sich die TSG bei ihrem Kapitän und Torhüter Oliver Baumann bedanken, der zwei Elfmeter hielt. 

Chemnitzer FC
Jakubov - Milde (90. Schimmel), Hohender, Campulka, Köhler - Kurt (104. Grym) - Ogbidi (80. Dartsch), Müller, Bickel, Freiberger - Breitfelder (80. Roscher

TSG Hoffenheim 
Baumann - Posch (70. Adams), Vogt, Bicakcic - Akpoguma, Grillitsch (106. Klauss), Geiger (83. Gacinovic), Kaderabek (21. Brenet) - Bebou (70. Belfodil), Kramaric, Baumgartner

Tore: 0:1 Kramaric (48.), 1:1 Freiberger (60.), 2:1 Bickel (100.), 2:2 Kramaric (110., E.)

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