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Baden & Pfalz

Karlsruhe: BIOS-BW setzt Zeichen gegen sexuellen Kindesmissbrauch

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50 neue Behandlungsplätze verfügbar

Das Projekt „Stopp! - bevor was passiert!“ von der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW e.V.) ist in Kraft getreten. Für die Präventionsprojekte des Vereins stehen 50 weitere Behandlungsplätze zur Verfügung.

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Personen mit pädophilen Neigungen, die noch nicht wegen einer Sexualstraftat verurteilt sind soll mit den therapeutischen Sitzungen geholfen werden. Dadurch sollen sexuelle Übergriffe auf Kinder verhindert werden. „Pädophilie ist nicht heilbar, aber die Betroffenen können lernen, mit ihren Neigungen umzugehen, ohne übergriffig auf Kinder und Jugendliche zu werden“, so Sarah Allard, Therapeutische Leiterin des Projekts.

Anonymität der Tatgeneigten

Das Projekt wird vom Spitzenverband der deutschen Krankenkassen (GKV) als bundesweit zweite förderungsfähige Therapieeinrichtung für Behandlungen pädophiler Sexualstörungen anerkannt. Die Klienten müssen für die Aufnahme in das GKV-Projekt für die Therapie nicht zahlen. Der Spitzenverband übernimmt in diesen Fällen die Finanzierung der Behandlung, ansonsten müssen die Klienten sich an den Kosten beteiligen. Es handelt sich hierbei um ein einmaliges Konzept, denn die Tatgeneigten dürfen anonym bleiben und auch den Krankenkassen wird nichts mitgeteilt. Es werden ausschließlich Einzeltherapiesitzungen angeboten.

Therapiemöglichkeit für das gesamte Land

Im Projekt „Keine Gewalt und Sexualstraftat begehen“ wurden bislang 554 Personen aufgenommen. Die Nachfrage an Therapieangebote ist groß. Klaus Böhm, Strafrichter am Oberlandesgericht Karlsruhe, ist stolz darauf, dass es das Projekt „Stopp!“ gibt: „Die Idee des Vereins ist klar: Wir schützen Opfer. Um effektiven Opferschutz zu betreiben, müssen wir die Wurzel mit der Straftat angehen. Und die liegt beim Täter. Wo kein Täter, da kein Opfer!“ Es konnten 50 zusätzliche Therapieplätze zur Prävention in Karlsruhe geschaffen werden. Dennoch ist das Angebot nicht ortgebunden. Es steht Personen aus dem gesamten Bundesgebiet offen.
 

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