Baden & Pfalz

Sprengung der Kühltürme in Philippsburg Mitte Mai

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Wegen Corona bleibt der genaue Zeitpunkt geheim

Die beiden Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerks Philippsburg bei Karlsruhe werden zwischen dem 14. und 15. Mai gesprengt. Innerhalb dieses 48-stündigen Zeitfensters soll nach Angaben des Betreibers EnBW der Abbruch über die Bühne gehen.

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Den Zeitpunkt hält der Energieversorger bewusst vage, um keine Zuschauer anzulocken. Wegen der Corona-Pandemie sollen nämlich Menschenansammlungen vermieden werden. Deshalb werden der genaue Tag und die Uhrzeit nicht bekanntgegeben. Das Unternehmen will aber Video- und Fotoaufnahmen von der Sprengung anfertigen.

Keine Evakuierungen

Evakuierungen soll es nicht geben. Die nächste Wohnbebauung sei rund 1,6 km entfernt, so die EnBW. Von der Sprengung solle die Bevölkerung in Philippsburg nicht mehr als ein dumpfes Donnergrollen wahrnehmen.

Aus nach 40 Jahren

Das Atomkraftwerk Philippsburg war 1979 ans Netz gegangen. Im Rahmen des Atomausstiegs stellte es zum Jahreswechsel 2019/20 seinen Betrieb ein.

Ökostrom aus Norddeutschland

Auf der Fläche der beiden Kühltürme soll ein Gleichstrom-Umspannwerk des Netzbetreibers TransnetBW entstehen. Dieser sogenannte Konverter wird benötigt, um über Hochspannungsleitungen große Mengen Ökostrom aus Norddeutschland in den stark industrialisierten Süden Deutschlands zu transportieren.

 

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