Baden & Pfalz

Baden-Baden: mit Lego Barrieren überwinden

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Erste Rampe aus Bausteinen installiert

Stufen und andere Barrieren machen Menschen mit Behinderung den Alltag schwer. In Baden-Baden sollen da jetzt spezielle Rampen helfen - gebaut aus ganz normalen Legosteinen.

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Initiatorin ist die städtische Behindertenbeauftragte Nora Welsch. Denn eine Bekannte von ihr hat sowas im hessischen Hanau umgesetzt. "Ich fand das super und wusste sofort, dass sobald ich hier als Behindertenbeauftragte arbeite, will ich das Projekt hierher holen", erzählt sie, "zumal es sehr viele Treppen und Stufen in Baden-Baden und Umgebung gibt und das deswegen umso dringender ist". 
 

 
"Super geklappt"

Die erste Legorampe wurde jetzt vor einer Baden-Badener Apotheke installiert, und Nora Welsch - selbst Rollstuhlfahrerin - hat sie natürlich sofort ausprobiert. "Es hat super gut geklappt. Ich fand es echt ein tolles Gefühl, eine Stufe auf einmal hochzukommen, wo man nie hochgekommen ist. Das kann sich jemand, der keine Behinderung hat, glaub ich gar nicht so vorstellen."

Erstaunliche Stabilität

Zehn Stunden haben ehranamtliche Helfer gebraucht, um die Rampe zu bauen. Oberbürgermeisterin Margret Mergen ist verblüfft: "Ich wusste nicht, dass Legosteine so stabil sein können und dass man sie tatsächlich auch in dieser Größe zusammenbauen kann, dass sie sogar einen richtig großen Rollstuhl mit Elektromotor aushalten."

Legospenden benötigt

Viele weitere Legorampen sollen jetzt nach und nach dazukommen. Dazu brauchen die Bauer Spenden in Form von Legosteinen. Wer also welche übrig hat, kann diese gerne schicken an die Adresse der Behindertenbeauftragten Nora Welsch (Gewerbepark Cité 1; 76532 Baden-Baden) oder abgeben im Kundenzentrum des Fachbereichs Bildung und Soziales (Mo, Mi-Fr 8-12 Uhr, Do 14-17:30 Uhr). Auch die Mitarbeiter im Rathaus nehmen Legosteine entgegen, und eine kleine Abgabestelle gibt es noch bei der Drei-Eichen-Apotheke in der Rheinstraße 63.

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