Baden & Pfalz

Pforzheim: Parkplatz-Partys halten Polizei in Atem

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Über 200 Platzverweise bei Autotreffen ausgesprochen

In Pforzheim hat Samstagnacht eine Art Schnitzeljagd mit dem Auto stattgefunden. Die Polizei Pforzheim war bis um 1 Uhr nachts im Sondereinsatz und sprach mehr als 200 Platzverweise aus.

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Auf den Parkplätzen in und um Pforzheim trafen sich große Gruppen mit ihren Autos. Dabei missachteten einige die Corona-Richtlinien und Geschwindigkeitslimits. Besonders beliebt war der Bereich am Turnplatz, wo sich bis zu 150 Fahrzeuge versammelten.  Die Polizei hatte schon im Vorfeld über das Internet von der Aktion erfahren und war mit extra Streifenwagen im Sondereinsatz. Am Turnplatz gab es Fahrzeug- und Personenkontrollen, wobei Zahlreiche Verstöße festgestellt wurden. Insgesamt brachte die Polizei 17 Verstöße gegen Corona-Richtlinien zur Anzeige und sprach über 200 Platzverweise aus. Zwei Personen droht eine Strafanzeige, weil sie ohne Führerschein Auto gefahren sind.
 
Auto-Poser-Szene?
 
Viele denken bei dieser Aktion sofort an die Auto-Poser-Szene. Das sei jedoch nur bedingt richtig, sagt der Polizeisprecher Frank Weber: „Das Verhalten der Gruppe war untypisch für die Autoposer-Szene, die sich eher an belebten Plätzen trifft und ihre Autos vorführt. Es waren zwar vereinzelte Autos aufgehübscht, allerdings lange nicht in dem Umfang, wie man es von der Auto-Poser-Szene kennt.“  Im Vordergrund standen also nicht die Autos, sondern der Partyaspekt. Die Polizei spricht daher eher von „mobilen erlebnisorientierten Menschen“, die auf der Suche nach Party und Abenteuer sozusagen eine „neue Szene“ bilden.  Weber: „Wir hatten schon immer junge Menschen, die sich an öffentlichen Treffpunkten versammelt haben. Das hat nicht erst dieses Jahr begonnen. Neu ist jedoch, dass Autos miteingebunden sind“
 
 

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