Baden & Pfalz

Baden-Baden: Bombenentschärfung am 9.Mai

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Drei Blindgänger im Wörthböschelpark bestätigt

Am kommenden Sonntag, 9. Mai, haben die Männer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Baden-Württemberg drei amerikanische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Bei der vierten Verdachtsstelle im Bereich des Wörthböschelparks fand die Spezialfirma keine weitere Bombe

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Update (06.05) Jetzt herrscht Klarheit:

Am Sonntag, 9. Mai, haben die Männer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Baden-Württemberg drei amerikanische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Bei der vierten Verdachtsstelle fand die mit dem Freilegen beauftragte Spezialfirma keine weitere Bombe, wie ursprünglich vermutet wurde. Damit bleibt es auch endgültig bei dem Evakuierungsradius von 300 Metern um die Fundstellen.

Update (05.05) Dritte Bombe im Wörthböschel gefunden
 
Zu den bereits zwei vorgefundenen Bombenblindgängern im Wörthböschelpark gesellte sich am späten Dienstagnachmittag eine dritte hinzu. Auch dies ist eine 250-Kilo-Bombe, sodass bislang der Evakuierungsradius von 300 Metern am Sonntag, 9. Mai, beibehalten werden kann. Die mit dem Freilegen der möglichen Verdachtsstellen beauftrage Kampfmittelräumfirma beginnt am Mittwoch, 5. Mai, mit den Arbeiten an der vierten und letzten Verdachtsstelle. Laut Stadtpressestelle ist voraussichtlich am Donnerstag mit einem Ergebnis zu rechnen.

Der Verdacht, dass im Wörthböschelpark Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen, hat sich inzwischen bestätigt. Nach umfangreicher Evakuierung werden die bereits gefundenen Bomben, gegen Sonntagmittag, 9. Mai, durch Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes vor Ort entschärft. Bislang müssen rund 1500 Menschen evakuiert werden. Da die evakuierten Menschen wegen der Corona-Einschränkungen nicht in Cafés oder bei Freunden Unterschlupf suchen können, wird die Stadt Notunterkünfte in den umliegenden Schulen anbieten.

Roland Kaiser, Bürgermeister „Alle Personen, die nicht Privat unterkommen oder keinen Spaziergang machen möchten, können Corona-Konform z.B. in der Theodor-Heuss-Schule häuslich untergebracht werden.“

Je nach Größe des Blindgängers muss ein Sicherheitsradius von 300 bis 500 Metern eingehalten werden. Davon wäre auch der Verkehr betroffen. Während der Entschärfungsphase werden Buslinien umgeleitet und Straßen gesperrt.

Wann wurden diese Bomben abgeworfen?

Bei insgesamt 13 bekannten Luftangriffen auf Baden-Baden, vor allem auf Baden-Oos, warfen alliierte Bomber in den Jahren 1943, vor allem aber 1944 und 1945, also gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, Hunderte Spreng- und Phosphor-Brandbomben ab. Nicht alle explodierten und wurden damit zu sogenannten Blindgängern. Wenn anschließend, manchmal nur Sekundenbruchteile später, in unmittelbarer Nähe eine weitere Bombe explodierte, wurden einige dieser Blindgänger von aufgeworfenem Erdreich überschüttet und blieben deshalb verborgen, manche bis heute.
 

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