Baden & Pfalz

"Shalom Baden-Baden"

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Stadt setzt Zeichen gegen Antisemitismus

"Shalom" ist eine weit verbreitete jüdische Grußform. Und durch Baden-Baden fährt jetzt ein Bus, auf dem steht: "Shalom Baden-Baden".

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Damit will die Stadt an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und an 130 Jahre Israelitische Kultusgemeinde in Baden-Baden erinnern. Die Idee hatte Barbara Hoffs von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. "Wir wollen ein Zeichen setzen für alle, die hierhin kommen, dass wir friedlich zusammenleben wollen", sagt sie. "Dazu ist dieser Bus mit "Shalom Baden-Baden" eigentlich ein ständig vorhandenes fahrendes Zeichen."
 
Aktion unabhängig vom Nahost-Konflikt

Die Aktion hat nichts mit dem kürzlich wieder aufgeflammten Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina zu tun. Aber gerade deswegen könnte der Shalom-Bus natürlich zum Ziel von Attacken von Isreal-Gegnern werden. "Es wäre sehr sehr schade, wenn es solche Auswüchse gäbe, für die ich keinerlei Verständnis aufbringen kann", sagt Baden-Badens Erster Bürgermeister Alexander Uhlig. Doch ihm ist auch klar: "Damit muss man leider rechnen. Aber deswegen darf man sich auf gar keinen Fall entmutigen lassen."

Befragung von Busfahrern

 Der Bus mit dem Shalom-Gruß soll zunächst ein halbes Jahr durch die Stadt fahren. Danach wollen alle Verantwortlichen ein Fazit ziehen. Unter anderem wollen sie die Busfahrer fragen, wie die Reaktionen der Fahrgäste ausgefallen sind.

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