Baden & Pfalz

Karlsruhe: Bald keine Stempelautomaten mehr in KVV-Bahnen

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Tickets berechtigen zum sofortigen Fahrtantritt

Eine Fahrkarte kaufen, in die Straßenbahn einsteigen und die Karte dort entwerten - das war jahrzehntelang gängige Praxis. In den Bussen und Bahnen des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) wird es das bald aber nicht mehr geben.

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Ab dem 12. Dezember wird es im KVV-Gebiet nur noch Tickets geben, die ohne Entwertung zum sofortigen Fahrtantritt berechtigen. Alle bis dahin gekauften unentwerteten Fahrscheine können noch bis zum 11. Juni 2022 benutzt werden. Danach werden sie ungültig. Nach und nach werden die Stempelautomaten aus den Bahnen verschwinden. Ab dem 1. Juli 2022 wird es sie gar nicht mehr geben.

Geändertes Kundenverhalten

Der KVV reagiert damit eigenen Angaben zufolge auf das sich ändernde Kundenverhalten. Die Zahl der Einzelfahrscheine, die in Papierform gekauft werden und bislang noch abgestempelt werden müssten, sei in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

Wartungsintensive Entwerter

"Neben der großen Anzahl an Zeitkarten-Kunden, die ihre Karten gar nicht abstempeln müssen, kaufen sich immer mehr Fahrgäste die Einzeltickets digital über unsere Apps, die dort dann schon entwertet sind", erläutert KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon. Zudem seien viele Entwerter am Ende ihrer Lebensdauer angekommen und die veraltete Technik sehr wartungsintensiv. Oder sie würden oft durch Vandalismus beschädigt. "Deshalb macht es auch betriebswirtschaftlich Sinn, die Apparate nun zum Sommer 2022 auszubauen".

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