Baden & Pfalz

Karlsruhe: Städtisches Klinikum weist Vorwürfe zurück

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Ungeimpfter Patient soll nicht behandelt worden sein

Das Städtische Klinikum Karlsruhe wehrt sich gegen schwerwiegende Vorwürfe aus der Querdenker-Szene. Es geht um einen Corona-Patienten, der wegen einer fehlenden Impfung angeblich nicht richtig behandelt wurde und starb.

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In einem Internetvideo ist ein älterer Mann zu sehen, der auf einer Matratze am Boden liegt und stark röchelt. Angeblich wurde er tagelang nicht behandelt, weil er nicht geimpft war. Ursprünglich soll er mit einem Oberschenkelhalsbruch eingeliefert dann aber an einer Lungenenzündung gestorben sein.

Polizei ermittelt

Fakt ist: Die Polizei ermittelt wegen eines Todesfalls am Klinikum Karlsruhe. Die Vorwürfe aber weist das Klinikum ausdrücklich zurück. Der Impfstatus von Patientinnen und Patienten habe keinerlei Einfluss auf Therapie- und Behandlungsentscheidung, heisst es in einer schriftlichen Stellungnahme. Das Klinikum habe eine umfassende Behandlungspflicht gegenüber allen Patientinnen und Patienten.

Behandlung abgelehnt

Aus der Stellungnahme lässt sich entnehmen, dass der Mann offenbar bestimmte Behandlungsmethoden ablehnte: "Selbst bei bestehender Lebensgefahr hat der Arzt den ausdrücklich erklärten entgegenstehenden Willen des Patienten zu respektieren. Ärztliche Behandlungsmaßnahmen ohne Einwilligung des Patienten sind rechtlich nicht zulässig". Auf jeden Fall seien entgegen jeglicher Faktenlage unwahre Tatsachen behauptet worden. Das Klinikum hat deshalb Strafanzeige erstattet und prüft weitere rechtliche Schritte.

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