Baden & Pfalz

Pforzheim: Protest gegen Nachfolger von gestorbenem AfD-Politiker

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Alfred Bamberger soll Bernd Grimmer ersetzen

Nach dem Tod des Pforzheimer AfD-Landtagsabgeordneten Bernd Grimmer regt sich im Landtag Protest gegen den geplanten Nachrücker Alfred Bamberger. Die Vorsitzenden der Fraktionen von Grünen, CDU, SPD und FDP forderten am Dienstag die AfD-Fraktion in einer gemeinsamen Mitteilung auf, Bamberger nicht in die Fraktion aufzunehmen.

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Der Grund: Bamberger habe auf der Facebook-Seite seines Kreisverbands das Anzünden von Flüchtlingsunterkünften mit zivilem Ungehorsam verglichen. "Wer zynische Witze auf brennende Flüchtlingsheime macht, hat im
Landtag nichts verloren", sagte Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz. CDU-Fraktionschef Manuel Hagel betonte, die Aufnahme Bambergers wäre ein Tabubruch. "Wer Brandanschläge auf Flüchtlingsheime apologetisch
verharmlost hat jede politische Legitimation verloren."

Mit 71 Jahren gestorben

Der Vorsitzende der Pforzheimer AfD-Gemeinderatsfraktion Grimmer war in der Nacht zum Sonntag im Alter von 71 Jahren an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Bamberger ist der stellvertretende Sprecher des Kreisverbands Pforzheim.

Kritiker der Corona-Maßnahmen

Grimmer saß für den Wahlkreis Pforzheim im Stuttgarter Landtag. In der Vergangenheit hatte sich der Politiker wiederholt kritisch über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geäußert. Außerdem hatte er sich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. Er selbst war nicht geimpft.

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