Baden & Pfalz

Baden-Baden: Korallen-Kunstprojekt startet

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Häkeln für die Weltmeere

Nach dem Vorbild von Korallenriffen startet ab Samstag im Museum Frieder Burda in Baden-Baden ein neues Kunstprojekt. Die australischen Künstlerinnen Margaret und Christine Wertheim haben mithilfe von Tausenden Häkel-Fans eine außergewöhnliche und bunte Unterwasserwelt geschaffen.

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Unter dem Motto "Wert und Wandel der Korallen" wollen die Künstlerschwestern auf die Zerstörung von Korallenriffen auf der ganzen Welt aufgrund des Klimawandels aufmerksam machen. Das geschaffene Werk basiert auf den Mitteln traditioneller Handarbeitstechniken. Gehäkelt wurde jedoch nicht nur mit Wolle, sondern auch mit Plastikfäden und Draht sowie mit alten Kassetten- und Tonbandtapes, um eine raumgreifende Simulation von Farben und Formen zu erzeugen. 

Über 40.000 gehäkelte Korallen

Das Projekt "Crochet Coral Reef" der beiden Künstlerinnen läuft bereits seit dem Jahr 2005. Mit mehr als 40.000 gehäkelten Korallen, die eingesendet wurden, gab es jedoch eine noch nie da gewesene Resonanz. "Mit dieser großen Resonanz hat keiner gerechnet, das haben wir uns höchstens erträumt", erfreut sich Udo Kittelmann, Kurator der Ausstellung und Künstlerischer Leiter des Museums. In ganz Deutschland haben sich Gemeinschaften des "kreativen Häkelns" zusammengefunden, vom Grundschulkind bis hin zum Senioren. Inspiriert wurden die rund 4000 beteiligten Handarbeitfans vom australischen Great Barrier Reefe. 

Spenden für den Umweltschutz

"Pro eingesandte Koralle wird ein Beitrag von einem Sponsor an die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd geleistet", erzählt Kittelmann. Demnach wird durch das Korallen-Projekt nicht nur durch Kunst auf die Folgen des Klimawandels für die Korallenriffe dieser Welt aufmerksam gemacht, sondern Geld investiert, um aktiv dagegen vorzugehen. Die Höhe des Spendenbetrags ist unbekannt. Die Ausstelung läuft bis zum 26. Juni.
 

 

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