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Anstieg im gesamten Sachkostenbereich von ca. 26 Mio. € pro Jahr

Karlsruhe: Kliniken fordern Soforthilfen

Die andauernden Belastungen der COVID-19-Pandemie und die massiven Preissteigerungen bringen das Klinikum Karlsruhe und die ViDia Christliche Kliniken zunehmend an ihre wirtschaftliche Belastungsgrenze. Eine Weitergabe der Preissteigerungen an die gesetzlichen Krankenkassen oder andere Kostenträger ist den Krankenhäusern nicht möglich.

Für das Städtische Klinikum Karlsruhe führen die bereits eingetretenen und die für die kommenden Wochen und Monate zu erwartenden Preissteigerungen alleine für Gas im Jahr 2022 zu einer zusätzlichen Kostenbelastung in Höhe von rund 4,6 Mio. Euro. Die ViDia Kliniken erwarten Mehraufwendungen für die Energiekosten im Jahr 2022 in Höhe von 2,4 Mio. €, was einem Anstieg um 40 Prozent entspricht. Für die Jahre 2022 und 2023 rechnen die beiden Karlsruher Kliniken mit einem Anstieg im gesamten Sachkostenbereich von ca. 26 Mio. € pro Jahr.

Markus Heming, Geschäftsführer des Klinikums Karlsruhe: „Die Bundesregierung hat bislang keine geeigneten Hilfsmaßnahmen für Krankenhäuser angekündigt. Zurzeit fehlt den Kliniken leider jede Planungssicherheit auch für dringend notwendige Investitionen zur Zukunftssicherung der Standorte. Die Zahlen verdeutlichen, wie dringend ein gesetzliches Sofortmaßnahmenpaket kommen muss, in dessen Zentrum ein Inflationsausgleich für alle Krankenhäuser stehen muss“.

„Die Karlsruher Krankenhäuser versorgen jährlich rund 400.000 Patientinnen und Patienten an sieben Tagen in der Woche, ambulant und stationär. Mit ihren über 8.000 Beschäftigten leisten sie einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Stadt- und Landkreis Karlsruhe und zählen zu den größten Arbeitgebern in der Region“, hebt Prof. Dr. Michael Geißler, Geschäftsführer des Klinikums Karlsruhe, hervor.

Das Städtische Klinikum Karlsruhe ist das größte Krankenhaus in der Region Mittlerer Oberrhein

Es ist im Krankenhausbedarfsplan des Landes Baden-Württemberg als Haus der Maximalversorgung für die Region "Mittlerer Oberrhein" ausgewiesen und Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg. Tag für Tag und rund um die Uhr stellen über 4.700 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Versorgung der Patienten sicher. Pro Jahr werden im Städtischen Klinikum über 60.000 stationäre und rund 180.000 ambulante Patienten behandelt.