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Rhein-Neckar

Entwarnung: Ursache für den Trinkwasserunfall Heidelberg bekannt!

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"Natürliche Schwankungsbreite in der Zusammensetzung des Wassers"

Es war ein aufregender Donnerstag für die Feuerwehreinsatzkräfte und die Behörden vom Gesundheitsamt, Landratsamt und der Wasserversorgung in Heidelberg und Dossenheim. Nach Anlaufen der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen und Untersuchungen verschiedener Labore und Institute, folgte jetzt die Entwarnung.

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Gesundheitsamt gibt Entwarnung

Die Trinkwasserwarnung des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar für Dossenheim und Heidelberg ist aufgehoben. Im Versorgungsgebiet eines Wasserwerks im Norden Heidelbergs war am heutigen Vormittag eine bläuliche Eintrübung des Wassers beobachtet worden. Die sofort eingeleiteten Untersuchungen sind unkritisch. Es konnten keine Belastungen nachgewiesen werden. Das entsprechende Wasserwerk ist vom Netz genommen worden. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um eine Verfärbung handelt, die auf der natürlichen Schwankungsbreite in der Zusammensetzung des Wassers beruhen. Das Leitungswasser kann ab sofort wieder in vollem Umfang verwendet werden. 

Bereits auf der Pressekonferenz der Stadt Heidelberg am frühen Donnerstagnachmittag konnte schon vorsichtig Entwarnung gegeben werden, da Untersuchungen bis zu diesem Zeitpunkt keine Auffälligkeiten oder Überschreitung von Grenzwerten gezeigt haben. Nach den abschließenden Untersuchungen durch verschiedene Labore und Institute sind jetzt aber alle Ergebnisse da.

Am Vormittag meldeten die Behörden eine Verunreinigung des Trinkwassers zunächst in Dossenheim, dann auch in Heidelberg Handschuhsheim und Neuenheim. Anwohner in Dossenheim berichteten von einer Blaufärbung des Wassers. Vorsorglich wurde die Warnung auf das gesamte Stadtgebiet in Heidelberg ausgeweitet und davor gewarnt, Trinkwasser zu sich zu nehmen oder gar damit in Berührung zu kommen.

 

 
Getroffene Vorsichtsmaßnahmen

 
Schulen, Einrichtungen und Restaurants geschlossen

Da am Donnserstagvormittag noch nicht bekannt war, worum es sich bei der Verunreinigung handelt, wurden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Das hatte Auswirkungen auf das gesamte Stadtgebiet in Dossenheim und Heidelberg. Die Einsatzkräfte fuhren mit Lautsprecherwagen durch die betroffenen Gebiete. Auch Schulen, Kindergärten und öffentliche Einrichtungen wurden geschlossen. Restaurants haben haben ebenso zu gemacht, wie einige Zahnarztpraxen und andere Betriebe, die mit der Zufuhr von Trinkwasser arbeiten müssen. Die Universität Heidelberg hat ihre Studenten in einer E-Mail gewarnt, Trinkwasser zu nutzen. Betroffen sei der Campus auf dem Neuenheimer Feld und die Institute in Neuenheim, am Philosophenweg und an der Albert-Überle-Straße.

Trinkwasser-Verunreinigung in Heidelberg und Dossenheim: Durchsage der Feuerwehr, von kbaumann

 
Besorgte Bürger tätigten Hamsterkäufe

Da zwischenzeitlich sogar davor gewarnt wurde, mit dem verunreinigten Trinkwasser in Kontakt zu geraten, tätigten Anwohner regelrechte Hamsterkäufe in den umliegenden Supermärkten, um mit diesem Wasser beispielsweise Mahlzeiten zuzubereiten oder sich zumindest die Hände zu waschen. Zeitweise wurde der Verkauf auf zwei Sixpacks Wasser pro Kunde begrenzt.

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