Rhein-Neckar

Pfennigbasar: Schnäppchenjäger aufgepasst!

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Von A wie Abendkleid bis Z wie Zitronenpresse. Auf dem Pfennigbasar in Mannheim gibt es einfach alles.

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Retro, Nostalgie und jede Menge Charme
Der Pfennigbasar im Rosengarten Mannheim ist mehr als nur ein Flohmarkt. Denn hier bringen Menschen von Mosbach bis Grünstadt alles das vorbei, was sie nicht mehr brauchen, das aber viel zu schade zum Wegwerfen ist. Der Erlös kommt sozialen Projekten in der Region zu Gute. Letztes Jahr kamen so über 35.000 Euro für Kindergärten oder die Freiwillige Feuerwehr zusammen. Organisiert wird der Pfennigbasar vom Deutsch-Amerikanischen Frauenarbeitskreis Mannheim. Für deren Präsidentin Doris-Jean Petereit ist der jedes Jahr ein Abenteuer: „Das Sammeln ist ein Abenteuer, das Kaufen ist ein Abenteuer. Die Leute kommen und feilschen. Das Tolle ist, dass die Menschen uns richtig gute Sachen bringen, so haben wir richtige Schnäppchen dabei. Also nicht nur so durchschnittlicher Flohmarktkram.“ Und hier gibt es echt alles – außer Bücher und Möbel. „Bei uns gibt es alles was man mit zwei Händen wegtragen kann, wie Kleidung, Geschirr, Töpfe, Schallplatten und natürlich auch Kinderspielsachen. Die Kinder sind uns besonders wichtig. Wir freuen uns mit ihnen, wenn sie sich für ihr Taschengeld etwas günstiges kaufen können. Außerdem sind das unsere Spender und Käufer von morgen.“, sagt Doris-Jean Petereit.
 
Brettspiele, Bikinis und Blumenvasen

Volle Kisten und Tüten stapelten sich schon am ersten Abgabetag vor und im Rosengarten und alle werden aufgemacht und einsortiert. Geordnet wird nach Kategorie. So gibt es Stände mit Elektronikgeräten wie Telefonen, Computer und Kaffeemaschinen. Einen mit Kleidung von groß bis klein, vom Sakko bis zum Negligee. Und besonders beliebt ist der Krimskramsstand. Hier gibt es alles was das Dekoherz höher schlagen lässt. 150 Freiwillige sind hier am Rumwuseln und sorgen für Ordnung. Eine Helferin ruft: „Bei Dingen, die wir glauben, die gehen frühestens am letzten Tag weg, die werden meist schon in den ersten 10 Minuten verkauft. Es gibt Liebhaber für alles.“
 
Alte Hasen und ihre Tricks
Zum 37. Mal findet der Pfennigbasar dieses Jahr statt. Basar-Organisatorin Christine Müller kennt viele ihrer Kunden und auch ihre Tricks: „Es gibt einige, die kaufen sich bei uns einen Koffer für einen Euro, damit sie mit dem Koffer danach wieder rausgehen können und bringen den das nächste Mal wieder zurück. Vieles wird auch drei bis vier Mal recycelt. Also manche nehmen sich die Deko für ein Jahr mit und bringen sie im nächsten wieder zurück.“ Auch Kuriositäten sind öfter mal dabei. Christine Müller erzählt von Gemälden, deren Wert man oft nicht kenne. Bekommen sie aber Geschirr wird jedes Stück erst einmal umgedreht. „Wir wollen natürlich Geld für den guten Zweck sammeln, aber vor allem schätzen wir das, was wir bekommen und wir möchten diesen Wert auch erhalten. Also es gibt kein Rosenthal oder Villeroy und Boch für einen Euro, aber natürlich gibt es Schnäppchen.“
 
Spenden und Shoppen
Und dass die Tische auch richtig voll werden, dafür können Sie am Montag noch sorgen. Von 10-18 Uhr können Sie hier noch Sachen vorbeibringen. Am Donnerstag (11 -18 Uhr) geht es dann mit Verkauf los. Shoppen können Sie auch am Freitag von 10 - 18 Uhr und am Samstag von 10 - 14 Uhr. Und dass Sie hier fündig werden, davon ist Christine Müller überzeugt: „Wer einmal mit dem Pfennigbasar-Virus infiziert ist, der kommt wieder.“
 

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