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Rhein-Neckar

Sandhausen: Über 1600 Bürger fordern Fichten statt Fußballplatz

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SV Sandhausen plant in Waldschutzgebiet Erweiterung der Trainingsmöglichkeiten

Bürgerinitiative setzt sich für Erhalt der Fläche ein

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Der Hintergrund
Nach dem Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga ist vor dem Ausbau für den SV Sandhausen: Nach Vorgaben der Deutschen Fußball-Liga (DFL) müssen Erst- und Zweitligisten ein Leistungszentrum für Nachwuchsspielerförderung vorweisen – und dafür fehlen beim SV Sandhausen seit letztem Jahr noch zwei Trainingsplätze. Bereits 2018 wandte sich der Verein an die Gemeinde mit einem Erweiterungsgesuch. Der Gemeinderat beschloss, das Areal südlich des SVS-Stadions auszuweisen. Dort befindet sich ein etwa zweieinhalb Hektar großes Waldschutzgebiet.

Neue Entwicklungen 2019
Kürzlich gab es neue Entwicklungen bezüglich der Erweiterungspläne. Konnten sich letztes Jahr anscheinend nur wenige Bürger etwas Genaueres unter dem Ausbau des SVS-Geländes vorstellen, soll das Thema vor einigen Wochen eher zufällig bei einem Vortrag wieder aufgekommen sein. Daraufhin formierte sich eine Gruppe Sandhäuser zur Bürgerinitiative Pro Waldschutz, die sich aktiv für den Erhalt des für die Erweiterung anvisierten Waldschutzgebietes einsetzt.

Die Bürgerinitiative Pro Waldschutz
Das Ziel der Bürgerinitiative Pro Waldschutz ist, einen Ausbau des SVS-Geländes nach Süden in den Wald hinein zu verhindern. Sie fordern eine Unantastbarkeit des Schutzgebietes. Zudem wird das Waldschutzgebiet gerade von den Sandhäusern aktiv als Naherholungsgebiet genutzt, sei es zum Spazierengehen, Joggen oder Fahrradfahren. Die Befürchtung der Bürger ist auch, dass mit Rodung des Waldschutzgebietes ein Signal für umliegende Gemeinde gegeben wird, ebenfalls Waldflächen zu erschließen. Große Waldflächen würden so dezimiert werden. Daher spricht sich die Bürgerinitiative aktiv gegen eine Erweiterung des SV Sandhausen-Geländes nach Süden aus. Zur Unterstützung werden auch Unterschriften gesammelt. Bislang wurde die Petition von Pro Waldschutz mehr als 1 600 Mal unterschrieben. Damit soll Druck auf den Gemeinderat ausgeübt werden, damit dieser ein alternatives Konzept ausarbeitet.

Die Sprecherin der Bürgerinitiative, Petra Weiß, möchte jedoch klarstellen:

Diese Sache – ich kann das immer nur wieder betonen – hat mit dem SV Sandhausen eigentlich gar nichts zu tun, sondern das bezieht sich wirklich ausschließlich auf diesen Standort, den wir als ungeeignet betrachten. Also der SV Sandhausen kann durchaus an anderen alternativen Standorten die benötigten Trainingsplätze bauen.

Gibt es Alternativen zu der geplanten Erweiterung im Waldschutzgebiet?
Verschiedene Alternativen wären denkbar, diese müssten dann aber Bestandteil einer komplett neuen Planung von Seiten der Gemeinde sein. Für die Bürgerinitiative wäre die Nutzung der Fläche hinter den nordwestlich gelegenen Tennisplätzen denkbar. Zwar handele es sich auch um Wald, aber nicht um ein Schutzgebiet. Außerdem sei dort bereits ein Baufeld für Sportstätten ausgewiesen. Andererseits wären in diesem Teil des Waldes oft Bewohner des nahegelegenen Altenheims spazieren. Denkbar wären ansonsten auch Kooperationen mit benachbarten Vereinen oder die Nutzung bereits bestehender Ressourcen.

Wiederaufforstung zum Ausgleich
Wer Wald rodet, muss die gleiche Fläche Wald an anderer Stelle wieder aufforsten.

Das sieht Petra Weiß von Pro Waldschutz aber nicht als richtigen Ausgleich:

[..] Wobei diese Ausgleichsmaßnahmen immer sehr kritisch zu hinterfragen sind. Man sieht auch, dass es gerade auf unserer Gemarkung und bei unseren Bodenverhältnissen ganz schwierig ist, aufzuforsten.

Wie geht es weiter?
Noch ist nichts entschieden, das Verfahren läuft noch. Wie es weitergeht, soll sich in wenigen Wochen zeigen, wenn der Gemeinderat aus der Sommerpause zurück ist. Dann sollen über die Erweiterungspläne und eventuelle Alternativen noch einmal in den zuständigen Gremien beraten werden.
 

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