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Rhein-Neckar

Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, na und?

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Jetzt gibt es einen Verein, der etwas gegen den Wegwerfwahn tun will.

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Jeden Tag  werden in Supermärkten Tonnen an Essen weggeschmissen und das alles nur, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Das gefällt vielen Odenwäldern gar nicht und deshalb haben sie den Verein „Share & Save“ gegründet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sammeln die aussortierten Lebensmittel bei bestimmten Supermärkten und Bäckereien ein und verteilen sie kostenlos weiter. Jill Breutmann hatte die Idee zu „Share & Save“, weil sie sich über den Wegwerfwahn geärgert hat:

Ich finde das ganz schlimm, 10 Eier werden weggeworfen, weil ein Ei in der Packung kaputt ist. Oder eine Packung Äpfel, die in Plastik eingepackt sind, werden weggeworfen, weil einer angedellt und braun ist. Ich kann so etwas nicht nachvollziehen.

Website dringend benötigt

Seit etwa einem Monat gibt es „Share & Save“ und 45 ehrenamtliche Mitstreiter machen schon mit. Die Mitglieder sammeln die die Lebensmittel bei 17 kooperierenden Betrieben im Odenwald ein und bringen sie zu sich nach Hause. Da wird erstmal alles gelagert. Dann bekommen alle Abholwilligen per WhatsApp eine Nachricht und können vorbeikommen.

Anders geht es gerade noch nicht, weil wir noch keine Website haben. Wir suchen noch jemanden, der das machen könnte.

meint Breutmann. Jeden Tag bekommt Jill Breutmann hunderte Nachrichten, sowohl von den Märkten als auch "Lebensmittelrettern", und muss alles koordinieren - parallel zu ihrem Job. Deshalb sucht sie dringend jemanden, der bei der Erstellung einer komplexen Website helfen könnte.

Ich freue mich natürlich über neue Mitstreiter, aber im Moment habe ich fast schon Angst davor, weil ich niemanden vor den Kopf stoßen will.  Vor allem neue Mitstreiter aus anderen Regionen sind für mich organisatorisch kaum zu bewältigen.

Ich weiß einfach nicht wie das ohne Website weiterhin funktionieren soll.

Für die Gründerin ist ihr Verein auch eine Herzensangelegenheit:

Wenn wir zu den Supermärkten fahren und ich sehe, was alles weggeschmissen werden soll, dann steh ich wirklich immer noch oft sprachlos da.

Wichtig ist Breutmann, dass wirklich jeder zum Lebensmittelretter werden kann, auch wenn viele Bedürftige vor allem das Angebot nutzen:

Es gibt viele Senioren und Bedürftige, die sich die TAFEL nicht leisten können. Diese Menschen sind so dankbar, das ist wirklich toll!

Aber nicht alle Lebensmittel, die dem Verein angeboten werden, geben sie weiter:

Wir verteilen keine gefährlichen Sachen, wie rohes Hackfleisch oder rohen Fisch. Bei Produkten mit Mindesthaltbarkeitsdatum muss eben jeder auf seine fünf Sinne vertrauen und die Lebensmittel „untersuchen“, es hat noch nie jemand was Falsches gegessen.

sagt Breutmann. Die Lebensmittel werden meist am selben Tag noch vollständig abgeholt, weggeschmissen haben sie noch nichts.
 
Natürlich soll „Share&Save“ noch weiter wachsen, z.B. nach Mannheim. Aktuell suchen Jill Breutmann und ihr Team noch Freiwillige, die Lust haben bei den Geschäften vorbeizufahren und die Lebensmittel einzusammeln. Auch ein Verteiler-Schrank wird bald in Mörlenbach aufgestellt. Wo genau er bald stehen könnte, ist aber noch unklar. Und der Verein freut sich über jeden, der auch zum Lebensmittelretter werden möchte und Lebensmittel abholen will.

Mitmachen kann jeder, in dem er den Verein über facebook kontaktiert - im Moment ist aber vor allem jemand gesucht, der bei der Website und Organisation helfen kann.

 

 

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