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Rhein-Neckar

Todes-Autobahn bekommt Tempolimit

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Regierungspräsidium lässt 80er Schilder aufstellen

Nicht ein Tag vergeht ohne einen schweren Unfall auf der A5 oder A6 am Kreuz Walldorf. Sie gilt in der Region als die "Todes-Autobahn". Das neue 80 km/h Tempolimit des Regierungspräsidiums soll helfen, Unfälle am Stauende zu vermeiden.

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"Wegen der Baustelle auf der A5 staut es sich zurück auf die A6", erzählt mir Dieter Schäfer, Polizeidirektor bei der Verkehrsdirektion des Polizeipräsidiums Mannheim. "Wenn Sie von Mannheim in Richtung Heilbronn auf der A6 fahren, ab Hockenheim. [...] Rechts stehen dann die LKW, auf dem mittleren Fahrstreifen sind dann Desorientiere oder Freche unterwegs, die meinen, sie könnten sich ganz vorne noch rein drängen. Da kommt es dann zu Stop- und Go-Phasen. Und auf dem linken Streifen, die geradeaus nach Sinsheim wollen, fahren die noch bisher mit 120 km/h oder mehr, sodass wir blitzgefährliche Situationen kriegen!" 
Und genau an diesen Stellen kracht es häufig. Zu oft, wie das Regierungspräsidium Karlsruhe zusammen mit der beratenden Verkehrsdirektion Mannheim feststellt. Ein 80 km/h-Tempolimit ist nun die Konsequenz - zwischen Hockenheim und dem Kreuz Walldorf.
 

Wir wollen die Bürger nicht verärgern, wir wollen Leben retten! 

So sieht Schäfer das Problem oft bei der Handynutzung. Wenn ein spontaner Stau entsteht, würden manche Fahrzeugsführer das nicht mitbekommen, weil sie auf das Handy schauen. "Das lenkt massiv ab! [...] Und ein abgelenkter LKW-Fahrer am Stauende heißt: Gefahr für Viele!". Ziel sei es, so Schäfer, die Geschwindigkeit zu nehmen. Und je langsamer ein Auto fährt, desto geringer ist die "Wucht der Aufprall-Situation". Deshalb werde das neue Tempolimit ab Aufstellen der neuen Schilder auch mit Blitzern, Streifen- und Messfahrzeugen überwacht. Wo vorher 120 erlaubt war, darf nun noch 80 gefahren werden. "Wir wollen die Bürger nicht verärgern, wir wollen Leben retten!". 

In den nächsten Tagen werden die 80 km/h-Schilder aufgestellt und bleiben bis zum Ende der Bauarbeiten stehen - bis vorraussichtlich 2024. 

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