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Rhein-Neckar

Rettungshubschrauber mit Blutkonserven an Bord

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Der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung in Mannheim hat ab heute Blut- und Plasmakonserven mit an Bord.

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Es sind Horrorbilder, die wir von den Unfällen auf der A5 oder A6 kennen. Gerade in solchen Situationen ist es wichtig, dass Hilfe schnell vor Ort ist. Blut und Plasma kann da Leben retten. Und das kommt jetzt schneller bei Opfern an, denn ab heute sind die wichtigen Konserven im Rettungshubschrauber „Christoph 53“ in Mannheim mit dabei. Damit gehört Mannheim zu den Vorreitern, denn sonst gibt's das nur noch in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern).
 
Blut statt Wasser
Bisher war es so, dass Infusionslösungen auf Wasserbasis den Unfallopfern verabreicht wurden und erst im Krankenhaus bekamen sie dann die nötigen Bluttransversionen. Aber bis es soweit ist, vergehen von der Unfallstelle bis zum OP-Tisch schon mal wertvolle Stunden, erzählt Hubschrauber-Leiter Prof. Erik Popp:

Innerhalb von Deutschland braucht man 70 bis 90 Minuten bis ein Patient vom Ereignis in der Klinik ist. Und dann ist er dort auch noch nicht versorgt, d.h. es vergehen fast zwei Stunden bis ein Patient nach einer wirklich schweren Verletzung so versorgt ist, dass er aus der akuten Lebensgefahr herauskommt. Und wenn wir jetzt sagen, dass wir ihn erst in der Klinik mit Blutprodukten retten können, dann wird der vielleicht nicht lebend dahin kommen.

Auch Notarzt Dr. Marcus Rudolph sieht die Konserven als großen Vorteil beim Lebenretten. Besonders auf den Autobahnen haben sie viele Einsätze:

Vor allem eingeklemmte Personen profitieren von der neuen Therapie. So können wir zum Beispiel den LKW-Fahrer mit Blutprodukten versorgen solange er noch nicht einmal gerettet ist, sprich er ist noch in seinem Fahrerhaus eingeklemmt und wir beginnen mit der Intensivtherapie, die bisher der Klinik vorbehalten war. Ich erhoffe mir so eine bessere Versorgung aller blutenden Patienten.

Vier Beutel, die Leben retten
Zwei Blut-Beutel der Universalblutgruppe Null Negativ und zwei Plasmabeutel à 350 ml sind dabei. Die müssen bei 4 - 6 Grad gelagert werden. Dafür gibt es auch extra ein Temperaturmessgerät in den Kühlboxen, um nachzuvollziehen, dass die Kühlkette eingehalten wurde. Nach 24 Stunden werden die Konserven gewechselt. Die gehen zurück an die Blutbank und werden dort noch einmal Qualitätskontrollen unterzogen.
 
Zwei Jahre hat es gedauert von der Idee bis zur Umsetzung. Auch Bürgermeister Christian Specht ist sehr stolz auf die neuen Lebensretter an Bord:

Es verbessert die Versorgung der Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar. Wir haben hier am Flugplatz einen idealen Standort. 2,5 Millionen Menschen sind so erreichbar und verlegbar in die großen wichtigen Kliniken in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen. Wir hoffen auch, dass wir in Zukunft einen 24h-Einsatz gewährleisten können.

Zurzeit ist der Rettungshubschrauber in Mannheim ab 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang im Einsatz. Etwa 1.200 Mal im Jahr muss „Christoph 53“ ausrücken, das sind etwa vier Einsätze am Tag. Geflogen wird im Umkreis von 60 Kilometern. Mit an Bord sind erfahrene Piloten, Notärzte und Notfallsanitäter. Eine Geschwindigkeit von 250 km/h kann der Rettungshubschrauber erreichen. Von Mannheim nach Mosbach braucht er gerade einmal 12 Minuten.
 

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