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Rhein-Neckar

Update: Trotz des schönen Wetters: Menschen halten sich (fast immer) an Ausgangsbeschränkungen

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Polizei kontrolliert die Einhaltung der Maßnahmen in der Region

Strahlend blauer Himmel und wärmende Sonnenstrahlen: Hier in der Region ist heute richtiges Frühlingswetter.

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Dass die Menschen sich deshalb nicht mehr an die Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Corona-Virus halten, scheint zunächst nicht der Fall zu sein. So erklärt am Samstagvormittag ein Sprecher der Mannheimer Polizei: „Wir haben generell den Eindruck, dass die Menschen sehr vernünftig sind“. Das sei auch am Freitag bei ebenfalls schönem Wetter zu sehen gewesen. Es müssen also keine strengeren Kontrollen als ohnehin schon durchgeführt werden. Seit Tagen ist die Polizei mit mehr Personal als normalerweise unterwegs.

Wer zurzeit allein, zu zweit oder mit der Familie draußen unterwegs ist, ist auf der sicheren Seite. Wer allerdings gegen die Regelungen verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen – und die sind ganz schön teuer. Die Höhe der Strafen soll sich in Baden-Württemberg an den Zahlen von Nordrhein-Westfalen orientieren: Treffen von mehr als zwei nicht direkt verwandten Personen kosten dort pro Kopf 200€. Verbotenes Picknicken kostet 250€ und wer Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1000€.

Auch in Karlsruhe wird mit allen verfügbaren Kräften dafür gesorgt, dass die Maßnahmen eingehalten werden, so ein Polizeisprecher. Das hänge nicht vom Wetter ab. „Keine besonderen Vorkommnisse“ berichtet die Polizei in Pforzheim. Auch in Freiburg, so ein Polizeisprecher, machten die Menschen nach ersten Einschätzungen wenig bis keinen Ärger.

Update:

Wegen des guten Wetters am Samstag war die Polizei mit über 30 zusätzlichen Einsatzwägen in der Region unterwegs. Darunter waren auch Polizeireiter und Boote der Wasserschutzpolizei. Diese Maßnahmen haben sich im Nachhinein als notwendig herausgestellt: in der ganzen Region waren die Menschen unterwegs, um das Wetter zu genießen.

Viele von ihnen verhielten sich verantwortungsvoll, trotzdem gab es einige skurrile Vorfälle, mit denen die Menschen versuchen, die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zu umgehen.

Im Strandbad schwimmen gegangen

Offenbar haben ein Ehepaar mit ihren beiden Kindern und ein Bekannter die Schwimmbadsaison eröffnen wollen und sich Zutritt zum Neckerauer Strandbad verschaffen wollen. Als sie die Beamten sahen, versuchten sie, sich schnell aus dem Staub zu machen, wurden jedoch trotzdem kontrolliert.

Gartenpartys

In Hemsbach hatte ein 17-Jähriger eine Gruppe von 17 Menschen eingeladen, um in seine Volljährigkeit hineinzufeiern. Auch in Leimen, der Heidelberger Altstadt und in Rauenberg beendete die Polizei mehrere Gartenpartys.

Zugang zu Gaststätte verschafft

Durch einen Nebeneingang haben sich Gäste in der Mannheimer Neckarstadt-West Zugang zu einer Gaststätte verschafft. Hinter heruntergelassen Rollläden haben sie in die Nacht hineingefeiert, bis eine Polizeistreife dem Ganzen ein Ende machte.

Picknick an der Autobahn

Das erstaunte die Beamten: Am Samstagnachmittag wurden sie wegen eines Picknicks auf die A6 gerufen. An der Rastanlage Hockenheim-West hatten sich etwa 25 Personen, die auf der Durchreise waren, versammelt und ein ausgiebiges Picknick gemacht.

„Corona-Partys“

Auch am Sonntagmorgen bemerkte eine Fußstreife des Polizeireviers Heidelberg-Mitte laute Musik in der Fußgängerzone. Diese kam aus einer Musikanlage vom Balkon eines Mehrfamilienhauses. Die Überprüfung der Beamten führte zu einem Ermittlungsverfahren des Rauschgiftdezernats der Kriminalpolizeidirektion
Heidelberg.
Auch in Mannheim war am frühen Sonntagmorgen eine neunköpfige „Männer-Party“ so laut, dass sich die Anwohner beschwerten.

Auf dem Schulgelände unterwegs

In Sandhausen waren Menschen auf dem Schulgelände des Friedrich-Ebert-Gymnasiums unterwegs. Diese gaben an, die Zweipersonenregel nicht zu kennen und die Schilder, die über das Aufenthaltsverbot informieren, übersehen zu haben. Nun müssen sie mit Bußgeldern rechnen. Gegen zwei Männer wird zusätzlich wegen des Verdachts auf Drogenbesitz ermittelt.
Auch in Sinsheim-Hoffenheim gab es eine „Corona-Party“ auf dem Schulgelände. Die Feiernden rannten bei Ankunft der Polizei im Schutz der Dunkelheit davon. Das Grillgut, Getränke und über 30g Drogen hatten die Partygäste liegen gelassen. Darunter waren Haschisch und Marihuanablüten sowie zwei angerauchte Joints. Die Ermittlungen sind eingeleitet.

Polizeipräsident zieht Fazit

Polizeipräsident Andres Stenger hat sich persönlich an mehreren Orten in Mannheim und Heidelberg ein Bild von der Lage gemacht. Er bestätigt, dass die Menschen bis auf wenige Vorfälle verantwortungsvoll handeln: „Es kostet oft Überzeugungskraft! Aber die meisten Menschen haben verstanden,
warum es jetzt so wichtig ist, die sozialen Kontakte zu reduzieren. Sie halten
Abstand und reagieren auch bei schönem Wetter zumeist mit Disziplin, Verständnis
und Einsicht und halten sich an die Regeln. Danke dafür! Wo die Bestimmungen
nicht eingehalten werden, wird die Polizei weiterhin konsequent einschreiten und
sanktionieren“.

Fast 1.000 Personen wurden am Samstag kontrolliert. 264 davon haben gegen das
Infektionsschutzgesetz verstoßen. Bußgelder zahlen müssen 217 Menschen und gegen 47 Personen wurden Strafverfahren eingeleitet.

 

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shutterstock_1294900573.jpg, by praktikant

Foto: Shutterstock

 

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