Rhein-Neckar

2020 wird wohl ein guter Jahrgang

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Weinlese in der Pfalz ist offiziell gestartet

Am Montagmorgen sind die ersten Erntemaschinen in Weisenheim am Sand ausgerückt, um frühreife Trauben für den Federweißen einzusacken.

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Und die Erwartungen an einen guten Jahrgang sind groß. Bisher sind die Trauben in der Pfalz von Schädlingen und Naturkatastrophen verschont geblieben, sagte Dr. Jürgen Oberhofer, Gruppenleiter Weinbau DLR Neustadt – Mußbach bei der Pressekonferenz im Weingut Schwindt, die der offizielle Startschuss für Weinlese war. Die aktuelle Hitze und die damit verbundene Wasserknappheit verursache zwar Stress für die Winzer, die ihre Trauben dann bewässern müssen, dennoch haben die Winzer aus den vergangenen Jahren gelernt und sind dementsprechend vorbereitet. Trotzdem wäre mehr Niederschlag wünschenswert.
 
Aktuell sei der Zustand der Trauben optimal, was die Erwartungen für einen prächtigen Jahrgang steigen lässt. Die Entwicklung der Trauben ginge etwas langsamer voran, als noch im vergangenen Jahr, aber das sei gut für die Qualität der Trauben.
 

Weil durch eine langsamere Ausreifung der Beere bekommt sie mehr Aroma, mehr Aromavielfalt. Die Weine werden dadurch intensiver, nachhaltiger und sicherlich auch eine ganze Ecke interessanter.

 
So Dr. Jürgen Oberhofer weiter. Die aktuelle Hitze macht nur einen quantitativen Unterschied, denn es werden einige Trauben durch die Hitze verbrannt und die sind dann weg.
 
Die Winzer haben bei der Lese selbst wohl keine Hitzeprobleme, denn wie immer werden die Trauben in den frühen Morgenstunden gelesen. Auch Kühlketten wurden in den Arbeitskreislauf implementiert. Den ersten Federweißen wird es in der Pfalz schon Ende dieser Woche geben – und zwar beim Weingut Schwindt in Weisenheim am Sand. Die Hauptlese beginnt dann Anfang September, es wird der 10. September angepeilt.
 

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