Rhein-Neckar

RNV streikt erneut: ÖPNV steht still!

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Tarifverhandlungen gescheitert!

Am Freitag, 30. Oktober, ruft die Dienstleistungsgesellschaft Verdi die Beschäftigten der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), erneut zum ganztägigen Warnstreik auf.

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Laut der Pressemitteilung der rnv wird am Freitag, 30. Oktober, von Betriebsbeginn um 3 Uhr bis zum Betriebsende in der Nacht auf Samstag, 31. Oktober, sowohl der Straßen- und Stadtbahnverkehr als auch der Busverkehr der rnv komplett stillstehen. Auch Schülerverkehre welche die rnv im städtischen Auftrag erbringt sind betroffen.

Die Mobilitätszentralen in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen bleiben ebenso streikbedingt geschlossen. 

Die rnv weist zudem darauf hin, dass die Fahrtausfälle sowohl in digitalen Fahrplanauskünften als auch in den Aushängen an den Haltestellen nicht dargestellt werden können.

Grund für den Streik

Am Mittwoch, 28. Oktober, ist, wie die Gewerkschaft verdi mitgeteilt hat, die vierte Tarifvertragsverhandlung gescheitert. Eigentlich gab es nach wochenlangen Steiks am Sonntag eine Einigung im Tarifstreit im öffentlichen Dienst - aber die rnv hat einen eigenen Tarifvertrag, da wird also weiter verhandelt. 

Der Haustarifvertrag bei der rnv gelte für ca. 2200 Beschäftigte in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen. Verdi strebt nach eigenen Angaben, kürzere Arbeitszeiten, eine andere Regelung von Überstunden, sowie Entlastungstage und die Aufwertung einzelner Berufsgruppen an. Andreas Schackert, ver.di Verhandlungsführer, erklärt:

 Die Kolleginnen und Kollegen im ÖPNV halten den Laden am Laufen. Ihr voller Einsatz wird auch in den kommenden Pandemie-Wochen gebraucht und erwartet. Dafür erwarten sie als Gegenleistung jetzt eine deutliche materielle Anerkennung und endlich eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Dazu wollen wir am Freitag mit den Arbeitgebern eine Lösung suchen.

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