Corona

Corona-Impfstart in der Metropolregion Rhein-Neckar

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Der Corona-Impfstoff ist endlich da. Am Sonntag waren die ersten mobilen Impfteams auch in der Metropolregion Rhein-Neckar unterwegs. Um 9 Uhr ging es u.a. in Lorsch los, in Mannheim gegen 14:30 Uhr.

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Elf Monate ist es her, dass der erste Corona-Fall in Deutschland bekannt geworden ist, jetzt beginnen die Impfungen. Zuerst sind Über-80-Jährige sowie Pfleger*innen und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal an der Reihe. Zum Start sind sogenannte mobile Impfteams unterwegs. Eine 93-Jährige Frau war die erste, die heute im Johanniter-Haus in Lorsch geimpft worden ist, gefolgt von etwa 150 weiteren Pflegeheimbewohner*innen. Christian Engelhardt, Landrat des Kreises Bergstraße, war beim Impfstart dabei:

Der Impfstoff ist am Samstag gegen 18:30 Uhr angeliefert worden. Die nächsten Tage geht es dann weiter mit etwa 2.000 Menschen, die geimpft werden können. Ich bin sehr froh, dass das Impfen beginnt. Das hätte man sich vor ein paar Monaten noch nicht vorstellen können, dass dieses Jahr schon geimpft wird. Leider hat die zweite Welle auch den Kreis Bergstraße erwischt und leider haben wir auch einige Todesfälle gerade in der Altersgruppe der Menschen, die jetzt auch zunächst geimpft werden. Umso mehr freut es mich, dass wir dort den ersten Schutz aufbauen.

Am Sonntag waren in Lorsch zwei mobile Impfteams unterwegs, in einem leicht umgebauten Rettungswagen. Im Rettungswagen wird der Impfstoff von einem Apotheker aufbereitet, anschließend darf er nicht mehr über längere Strecken transportiert werden. Ein mobiles Impfteam besteht aus fünf Personen.

In Mannheim sind fünf Impfteams mit je vier Personen unterwegs. Diese bestehen aus Artz, medizinischer Fachangestellten und Verwaltung zur Registrierung. Die Teams haben Impfstoff für 30 Personen dabei. Insgesamt stehen 420 Impfdosen für die mobilen Teams zur Verfügung. Spätestens drei Wochen nach der ersten Impfung, folgt die zweite Impfung. Gestartet sind die Teams gegen 14:30 Uhr vom Maimarkt Mannheim. Erster Bürgermeister Christian Specht ist sehr glücklich, dass es endlich losgehen konnte:

Unheimlich stolz bin ich auf die, die hier mitgewirkt haben seit Wochen. Und es war so schön zu sehen, wie man auch geklatscht hat, wie das Gefühl bei den Teams aufkam, die rausgefahren sind, auch etwas Sinnvolles zu tun. Und dass wir tatsächlich in der Lage sind ab heute dieses Virus zu bekämpfen. Vielleicht können wir das ein oder andere Leben jetzt schon retten, wo entweder ein heftiger Verlauf wäre oder eine schwere Erkrankung vermeiden. Das ist alle Anstrengung Wert.

In den Pfelgeeinrichtungen geimpft wird voraussichtlich immer an zwei Tagen, da die meisten zu viele Bewohner haben, um alle an einen Tag zu schaffen. Außerdem wird sich hier an die festen Zeiten der Einrichtungen angepasst, um den Betrieb nicht unnötig zu stören, betont der verantwortliche Leiter des Impfzentrums Mannheim Mario König. Wie die Imfpung vor Ort abläuft, erklärte Dr. Florian Schwöbel, er ist der stellvertretende ärtzliche Leiter:

Es ist so, dass die Heime ja schon vorverständigt wurden, d.h. alle die einigermaßen noch mobil sind, werden zu einem Raum gebracht, wo unser Impfteam sich positioniert. Und dann wird noch einmal kurz gecheckt, ob die Aufklärung schon erfolgt ist und dann wird der Arzt noch die letztendliche Indikation stellen, also ist diese Person in der Lage geimpft zu werden, hat er eingewilligt, und dann wird die Impfung stattfinden, dann gibt es noch eine kurze Nachbetreuung und dann wird das Ganze noch dokumentiert.

Alle derzeit Impfberechtigten können sich u.a. unter der Telefonnummer 116117, der Impftermin-Servicehotline des Landes, anmelden. Die ersten sechs Wochen sind schon ziemlich belegt, erzählt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz – Und er appelliert an alle nicht Impfberechtigten von einer Terminbuchung abzusehen, denn sie würden so nur den Impftermin blockieren und vor Ort keine Impfung erhalten.
 

 

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