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Rhein-Neckar

Jung-Richterin Alexandra Wolf

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„Mit Herz an die Sachen dranwagen!“

Alexandra Wolf ist ein wenig schneller unterwegs als die Meisten: Schon mit 26 Jahren wurde sie Richterin am Amtsgericht Wiesloch. Wie das so früh möglich war, mit welchen Problemen sie als Jungrichterin zu kämpfen zu kämpfen hat und was ihr Plan für die Zukunft ist, hat sie uns im Interview erzählt.

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„Mein Alter irritiert dann doch viele“ sagt Alexandra Wolf lachend. Der Weg ins Richteramt verlief dabei für sie ziemlich geradlinig: Abitur mit 19, dann 10 Semester Regelstudienzeit an der Universität Heidelberg, zwei Staatsexamen, zwei Jahre Referendariat. Am Ende stand die Berufung als Richterin am Amtsgericht Wiesloch. „Da muss natürlich auch alles glatt laufen“, meint die gebürtige Ladenburgerin. Vor allem durch die wichtigen Prüfungen im Studium solle man da nicht fallen.

Dass sie den Weg als Richterin einschlagen will, war für sie schon ziemlich früh klar. In ihrer Entscheidung hat sie auch eine ebenfalls sehr junge Ausbilderin bekräftigt, von der sie während ihres Referendariats betreut wurde.

Ich fand es schon sehr beeindruckend, wie so eine junge Richterin so beherzt und mutig an die Verfahren rangehen und auch so souverän Sitzungen leiten kann, obwohl ihr so erfahrene Anwälte gegenübersitzen.

Denn ein junges Alter kann in diesem Berufsfeld auch oft anstrengend sein, etwa wenn diese Anwälte aufgrund dieser langjährigen Erfahrung ein wenig auf die jüngeren Kollegen und Kolleginnen herabschauen: Die dreißigjährige Berufserfahrung als Totschlagargument. Gelegentlich komme sowas auf jeden Fall vor, meint Wolf. „Aber genau an solchen Aufgaben wächst man“.

Das Highlight: der Bauprozess
Der Berufsweg als Richterin hat immer seine Höhen und Tiefen. Ein besonderes Highlight sei die Lösung eines langjährigen Bauprozesses gewesen, den vor ihr schon vier erfahrene Richter nicht beenden konnten. Wolf konnte einen Kompromiss für die streitenden Parteien erreichen – ein großer Erfolg in ihrer jungen Karriere. Schwieriger ist es, wenn es in Verfahren um auch körperlich Geschädigte geht, insbesondere Kinder. Als Ausgleich widmet sich Wolf in ihrer Freizeit häufig dem Sport, insbesondere der Triathlon ist eine ihrer Leidenschaften.

Wolfs Ziele
Für ihren weiteren Berufsweg hat die mittlerweile 27-Jährige bereits einen Plan. Dabei heißt die nächste Haltestelle Staatsanwaltschaft, so sieht es der justiz-interne Ausbildungsplan vor. Als langfristiges Ziel setzt Wolf sich den Kammervorsitz einer Zivilkammer im Landgericht. Abschließend gibt sie noch einen Tipp für angehende Juristinnen und Juristen: „Auf jeden Fall sich nicht klein kriegen lassen! Das Jurastudium ist ein harter Ausbildungsweg. Wenn man das geschafft hat, hat man auch die besten Voraussetzungen, sich auf den juristischen Bereich zu stürzen und sich wirklich mit Herz an die Sache dranzuwagen“.
 
 

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