Rhein-Neckar

Biologiestudent hat Waffen in Österreich gekauft

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Staatsanwaltschaft Heidelberg gibt Details bekannt

Zwei Tage nach dem Amoklauf in der Universität Heidelberg hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg erste Ergebnisse der Ermittlungsgruppe Botanik preisgegeben.

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Demnach hat der 18-jährige Biologiestudent, der am Montag in der Heidelberger Universität eine junge Studentin und anschließend sich selbst erschossen hatte, die Waffen in Österreich gekauft. Zwei davon hat er mit nach Deutschland gebracht, eine in einem angemieteten Zimmer gelassen.

Laut den Ermittlern hatte der Schütze wohl keine persönliche Beziehung zu den Studierenden im Hörsaal, die meisten hatte er wohl kaum gekannt. Das ergab die bisherige Auswertung der technischen Geräte aus der Wohnung des Täters. Verschmähte Liebe oder Streit fallen damit als Tatmotiv weg.

Zwar soll der Student zwischenzeitlich Mitglied der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ gewesen sein und auch im Jahr 2019 wieder ausgetreten sein, doch ergeben sich nach Auswertungen der digitalen Medien und Zeugenaussagen keine Erkenntnisse zu einer Radikalisierung. Weiterhin schließen die Ermittler nicht aus, dass eine psychische Erkrankung des Studenten die Ursache für die Tat ist.
 

Die Ermittlungsgruppe Botanik hat nun auch Erkenntnisse gewonnen wie der Schütze ohne Führerschein von seinem Wohnort Mannheim zur Uni Heidelberg gekommen ist. Er hat ein Taxi genommen, die Waffen in einer Sporttasche versteckt und im Kofferraum verstaut.
 

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