Südbaden & Schwarzwald

Freiburg: Neuer Mietspiegel für 2020/21

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Durchschnittliche Nettokaltmiete aller Wohnungen liegt bei 9,79 Euro

In Freiburg eine bezahlbare Wohnung zu finden ist schier unmöglich. Trotz zahlreicher Bemühungen der Stadtpolitik, Wohnraum ist knapp und zu teuer. Viele Menschen suchen monatelang vergeblich, manche weichen deshalb ins Umland aus.

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Im neuen qualifizierten Mietspiegel der Stadt liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete aller Wohnungen bei 9.79 Euro pro Quadratmeter. Vor vier Jahren lag sie noch bei 8, 25 Euro.Das entspricht einem Anstieg in vier Jahren von insgesamt 18,7 Prozent.
Rechtsanwalt Thomas Hannemann war in der Mietspiegel Arbeitsgruppe dabei, er sagt eine Mieterhöhung sei trotzdem nur im gesetzlichen Rahmen möglich. Wenn ein Vermieter Miete A verlange der Mietspiegel aber Miete B ermögliche sei das auch nicht ohne weiteres durchsetzbar. Bei Neuvermietung dürfe der Vermieter maximal 10 Prozent mehr verlangen, als die ortsübliche Vergleichsmiete.
Der neue Mietspiegel gilt für 20/21 und legt fest, wie hoch eine Mieterhöhung ausfallen darf.
Unter http://www.freiburg.de/mietspiegel ist ein Online-Rechner zu finden, der das Ergebnis mit wenigen Klicks und Eingaben präsentiert. Auf dieser Seite steht auch die Mietspiegel-Broschüre zum kostenlosen Download bereit.
Bezahlbares Wohnen ist ein Schwerpunkt der Stadtpolitik; "wenn wir ehrlich sind, wir fühlen uns schon manchmal als Getriebene", sagte Finanzbürgermeister Stefan Breiter am Mittag in einer digitalen Pressekonferenz zum Thema. Erst jüngst wurde vom Gemeinderat das Gesamtkonzept "Bezahlbar Wohnen 2030" beschlossen, eine Leitlinie, wie die Stadt die Herausforderung meistern will. Darüberhinaus ist das Stadtbau Programm "FSB 2030" gestartet, das im großen Stil bezahlbaren Wohnraum schaffen soll. Und im bereits auf den Weg gebrachten neuen Stadtteil Dietenbach sollen Wohnungen für künftig 15.000 Menschen gebaut werden.

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