Südbaden & Schwarzwald

Freiburg: Neue Spürhunde erschnüffeln Drogen und Handys im Gefängnis

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Dexx ist auf Betäubungsmittel spezialisiert

Immer wieder kommt es vor, dass Insassen von Gefängnissen es schaffen, an Drogen oder Mobiltelefone zu gelangen. Dem will man in Baden-Württemberg nun einen Riegel vorschieben und hat fünf neue Spürhunde ausgebildet. Einer davon ist Dexx und hat seinen Dienstsitz in Freiburg.

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Dexx und sein Hunderführer Boris Wiczorek werden in den Justizvollzugsanstalten eingesetzt, wenn es darum geht Drogen in den Gefängniszellen aufzuspüren.
 
Insgesamt fünf Teams, jeweils ein Hundeführer mit seinem zugehörigen Hund, haben ihre Ausbildung abgeschlossen und können nun in allen 17 Justizvollzugsanstalten des Landes Baden-Württemberg und den jeweiligen Außenstellen eingesetzt werden.
 
Vier Hunde sind auf Betäubungsmittel spezialisiert. Ein Deutscher Schäferhund namens Emily, ist darauf trainiert Mobilfunktelefone und Datenspeicher aufzufinden.
 
Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf sagte:
 

„Ein flächendeckender Einsatz eigener Spürhunde war ein lang gehegter Wunsch des baden-württembergischen Justizvollzugs. Mit den fünf Teams wird der Justizvollzug deutlich flexibler und ist in normalen Lagen nicht mehr, wie in den vergangenen Jahren, auf die Mithilfe von Polizei und Zoll, für die wir uns herzlich bedanken, angewiesen. Mit den fünf Teams ist damit auch ein klarer Gewinn an Sicherheit in den Anstalten verbunden. Unerlaubte Gegenstände, vor allem Betäubungsmittel und Drogen, tolerieren wir in unseren Haftanstalten nicht. Mit den fünf vollzugseigenen Spürhunden gelingt uns eine deutlich engmaschigere Kontrolle.“

 
Die Rauschgiftspürhunde sind den Vollzugsstandorten Bruchsal, Freiburg, Heilbronn und Ravensburg zugeordnet, werden aber in allen Justizvollzugsanstalten des Landes eingesetzt.
 
Der Spürhund Emily, der auf die Suche nach Mobiltelefonen und Datenträgern konditioniert ist, ist in zentraler Lage der Justizvollzugsanstalt Heimsheim zugeordnet und soll ebenfalls landesweit zum Einsatz kommen.
 
Das Einbringen unerlaubter Gegenstände, insbesondere von Betäubungsmitteln, zu verhindern, ist eine der wichtigsten Aufgaben für den Justizvollzug und zugleich eine seiner größten Herausforderungen. Im Rahmen der durch die Verfassung gesetzten Grenzen werden hierzu in Baden-Württemberg umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise werden die Gefangenen und deren Hafträume regelmäßig, auch anlassunabhängig, kontrolliert. Eingehende Briefe und Pakete werden, ggf. unter Einsatz technischer Hilfsmittel, überwacht. Einen weiteren wichtigen Baustein stellen nun die fünf vollzugseigenen Spürhunde dar.
 

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