Südbaden & Schwarzwald

Elzach: Empörung über den Mini-Umzug der Schuttig ist groß

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Bürgermeister Tibi will Konsequenzen ziehen

In der Narrenhochburg Elzach sind am Sonntag trotz Lockdown über 35 Schuttig durch die Stadt gezogen.

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Auf den sozialen Netzwerken ist die Empörung groß- das ist respektlos und ein Schlag für alle, die sich an die Regeln halten, sagen viele. Auch Bürgermeister Roland Tibi ist verärgert.

"Das sind zwar nur einige wenige insgesamt, aber trotzdem muss das Konsequenzen haben, die wir jetzt als Stadt prüfen. Bei einigen ist der Mini-Umzug offensichtlich politisch motiviert gewesen" , sagt er.

Auch die Narrenzunft müsse jetzt den Vorfall prüfen und möglicherweise Schritte einleiten. Im Vorfeld hatten er, die Zunft und die Polizei per Video dazu aufgerufen, sich bitte an die Regeln zu halten.
 

 

 
Schon im Vorfeld wurden mehrere mitgeführte Fackeln polizeirechtlich beschlagnahmt um einen entsprechenden, nicht genehmigten Fackelumzug zu verhindern.Teilweise schlossen sich Schaulustige und andere Personen im Narrenhäs dieser Gruppe an.
 
Kurzfristig kam es hierbei zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Sperrungen. Nur mit Mühe ist es der Polizei mit Unterstützung der Narrenzunft gelungen, die Gruppe aufzulösen. Begleitet wurde der Einsatz durch rund 200 Schaulustige.

Die Zunft, die rund 2000 Mitglieder hat, distanziert sich ausdrücklich von diesen Personen und leitet zunftintern eine Prüfung des Sachverhaltes ein.
 
Das Polizeirevier Waldkirch hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft rechtliche Konsequenzen gegen vereinzelte Personen, die mit empfindlichen Strafen rechnen müssen.

Auch in Zell im Wiesental erhielt die Polizei eine Mitteilung, dass Hästräger auf der Straße Fasnacht feiern würden.

Die Polizei konnte etwa 100 Personen, zum großen Teil Hästräger, auf Gehwegen in der Nähe von zwei Gaststätten feststellen.

Durch Lautsprecherdurchsagen wurden die Personen auf die Corona-Verordnung hingewiesen.

Daraufhin entfernten sich die Feiernden. Vier Personen wurden in einer der Gaststätten entdeckt, die dort Alkohol tranken. Der Gastwirt sowie die vier Personen müssen jetzt mit Bußgeldern rechnen.

Symbolbild: Shutterstock (altes Bild)

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