Südbaden & Schwarzwald

Zoo Basel: Gepardin Dina wird erstmals Mutter

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Geschwister wachsen ohne Vater auf

Wer den Zoo in Basel besucht kann sich jetzt über süßen Nachwuchs bei den Geparden freuen. Die beiden Jungtiere sind seit neustem im Außengehe unterwegs.

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Nach der Geburt Ende April verbrachten die beiden Geschwister ihre ersten Wochen versteckt im Stall.
 
Für ihre Mutter Dina, die erst letzten November in den Zoo Basel kam, ist es ihr erster Wurf. Der Vater der jungen Geparden ist Ross.
 
Die erste Kontaktaufnahme von Dina und Ross fand damals durch den Zaun statt. Wie es bei den einzelgängerischen Geparden üblich ist, hielt sich Dinas Begeisterung für den männlichen Artgenossen zuerst in Grenzen. Aber offenbar funkte es dann doch - das Resultat sind die noch namenlosen Gepardengeschwister.
 
Die beiden Jungen haben bereits den ersten Gesundheits-Check hinter sich. Der Tierpfleger und der Tierarzt stellten das Geschlecht des Nachwuchses fest – ein weibliches und ein männliches Junges –, und dass beide sehr kräftig sind.
 
Gepardenmütter ziehen ihre Jungen alleine auf. Sie tolerieren nur während der Paarungszeit die Nähe eines Partners. Daher lebt auch im Zoo die kleine Familie im Gehege beim Etoschahaus ohne den Vater. Ross’ Gehege befindet sich in einem für die Besucher nicht zugänglichen Teil des Zoo Basel.
 
Das Tierpflegeteam braucht viel Erfahrung, um die Stimmungslage der Gepardenweibchen einzuschätzen. Zeigt ein Weibchen Interesse am Kater – indem sie sich beispielsweise am Boden rollt und mauzt –, muss der Tierpfleger schnell handeln und die beiden sofort zusammenlassen.
 
Erstmals kamen Geparde im Jahr 1936 in den Zoo Basel. Seit 1993 gibt es regelmäßig erfolgreiche Nachzuchten, die sich inzwischen auf über dreißig Jungtiere summiert haben. Nicht zuletzt wegen ihrer ungeselligen Art ist die Zucht von Geparden nach wie vor eine Herausforderung für Zoologische Gärten.
 
Geparde werden auf der roten Liste der IUCN als «gefährdet» aufgeführt. Man schätzt, dass noch etwa 6600 Geparde in der Wildbahn leben. Außerhalb der Schutzgebiete kommt es vielfach zu Konflikten mit Viehzüchtern und sie werden gejagt.
 
Seit 2013 unterstützt der Zoo Basel die Big Life Foundation in Kenia, ein erfolgreiches Schutzprojekt für Raubtiere im Amboseli-Schutzgebiet. Seit Beginn des Projektes hat der Bestand an Geparden dort wieder zugenommen. Auch Zuchtprogramme in Zoos sind erfolgreich. Trotzdem ist die Nachzucht von Geparden in Menschenobhut immer noch ein seltenes Ereignis. Bei den über 59 Geparden-Haltern des Europäisches Erhaltungszuchtprogramm für gefährdete Tierarten gab es in den letzten zwölf Monaten in nur zwei Zoos Geparden-Nachwuchs.

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