Holzofen
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Kalte Jahreszeit

Holzöfen: Tipps zum richtigen Umgang und zur Anschaffung

Es wird wieder kälter. Viele schmeißen die Öfen an. Doch Vorsicht! Experten warnen vor gesundheitsschädlichen Feinstaub. Was du beim Heizen beachten solltest, erfährst du hier!

Warum ist es schädlich?

Beim Verbrennen von Holz entsteht Feinstaub. Dieser kann Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Er kann zum Beispiel zu Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen führen. Zudem werden Rußpartikel freigesetzt, die eine bis zu 3.200-mal höhere Klimawirkung als Kohlenstoffdioxid (CO2) haben.

Allgemein haben Messungen der Luftqualität in einem Wohngebiet, in dem viel mit Holz geheizt wurde, ergeben, dass die Partikelbelastung dort teilweise höher als an einer stark befahrenen Straße während des Berufsverkehrs war.

Wir haben hier ein paar hilfreiche Tipps zum richtigen Umgang mit deinem alten Holzofen oder der Anschaffung.

Das solltest du auf jeden Fall beim Kauf eines Kaminofens beachten:

  1. Die Öfen sollten eine hohe Energieeffizienzklasse haben, am besten A+.
  2. Achte auf das Siegel Blauer Engel, da es auf niedrige Staub- und Schadstoffemissionen hinweist.

Nachrüsten des Kamins

Wenn du schon einen Kamin besitzt und er zwischen den Jahren 1995 und 2010 typgeprüft wurde, dann überschreitet er wahrscheinlich die zulässigen Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Grenzwerte. Deshalb müssen diese Öfen bis Ende 2024 ausgetauscht, stillgelegt oder nachgerüstet werden.

Nachrüsten ist mit Filtern möglich, die die ultrafeinen Partikel des Feinstaubs, die für die Gesundheitsschäden verantwortlich sind, herausfiltern.

Wie feuere ich richtig an?

  1. Verwende trockenes Holz: Es sollte ca. zwei Jahre vor der Verwendung wassergeschützt gelagert und ein Tag vor Benutzung in die Wohnung gebracht werden, um bei der Verbrennung weniger Feinstaub freizusetzen und mehr Wärme zu erzeugen.
  2. Verwende nur naturbelassenes, unverarbeitetes Holz.  
  3. Benutze Scheite mit einem maximalen Durchmesser von sechs bis zwölf Zentimetern. Dabei solltest du darauf achten, dass die Holzstücke etwas kürzer als der Brennraum sind und die dickeren Stücke unten platziert werden, gefolgt von den kleineren, dünneren.
  4. Entzünde den Holzstapel von oben mit einem speziellen Anzünder. Dafür eignet sich zum Beispiel wachsgetränkte Holzwolle oder Paraffin-Holzfaserstäbe. 
  5. Außerdem solltest du die Luftzufuhr vor dem Anfeuern öffnen. Wenn das gesamte Holz brennt, kannst du sie wieder mindern, indem du die Drosselklappe oder den Absperrschieber schließt.
  6. Lege eine kleine Menge Holz nach, wenn die sichtbaren gelben Flammen kurz vor dem Erlöschen sind und noch ausreichend Glut vorhanden ist. Das ist meist alle 30 Minuten der Fall.

Das solltest Du auf jeden Fall vermeiden

  1. Feuchtes Holz ist nicht gut geeignet, da es eine geringere Energieeffizienz besitzt als trockenes Holz.
  2. Verbrenne kein imprägniertes, lackiertes oder beschichtetes Holz in deinem Kamin. Auch Spanplatten, Altpapier, Gartenabfälle oder Hausmüll haben dort nichts zu suchen, da sie durch beispielsweise Farbstoffe oder Bindemittel schädlich für Mensch und Umwelt sind.

Allgemein entsteht dabei viel und vor allem schwarzer Rauch und ein unangenehmer Geruch. Zudem wird mehr Feinstaub freigesetzt, bei feuchtem Holz doppelt so viel als bei trockenem.

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