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Tipps zum Anbieterwechsel nach Preiserhöhung

Um Deine monatlichen Ausgaben zu senken, ist es ratsam, dass Du nach einer Preiserhöhung einen Anbieterwechsel in Betracht ziehst.

Innerhalb der letzten Jahre war in Deutschland eine sehr dynamische Preisentwicklung hinsichtlich der Strom- und Gaspreise zu beobachten. Nachdem die Energiepreise im Zuge des Krieges in der Ukraine signifikant stiegen, konnten die Netzentgelte im Jahr 2023 beispielsweise mitunter durch staatliche Zuschüsse gedämpft werden. Anfang des Jahres 2026 lag der durchschnittliche Strompreis für private Haushalte in Deutschland bei etwa 37 Cent pro kWh. Somit zahlst Du derzeit zwar deutlich weniger als noch 2023, auf der anderen Seite dennoch doppelt so viel wie vor knapp 20 Jahren. Zeitgleich fällt ab Januar 2026 die Gasspeicherumlage weg, wovon insbesondere die mittelständischen Unternehmen profitieren. Diese Entlastungen wirken aber nicht automatisch für alle Kunden. Regionale Unterschiede bleiben, und manche Versorger passen ihre Tarife trotzdem an. Um Deine monatlichen Ausgaben zu senken, ist es ratsam, dass Du nach einer Preiserhöhung einen Anbieterwechsel in Betracht ziehst.

Sonderkündigung, Fristen und Rechte

Falls Dir seitens Deines Stromanbieters eine Preiserhöhung angekündigt wird, kannst Du in der Regel von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Dieses besagt, dass Du den Vertrag ohne Einhaltung der regulären Kündigungsfrist vorzeitig beenden und zu einem anderen Anbieter wechseln darfst. Experten raten hierbei allerdings dazu, die Kündigung selbst durchzuführen und dies nicht dem neuen Anbieter zu überlassen. Zudem empfiehlt es sich, dass Du Dir den Eingang der Kündigung schriftlich bestätigen lässt.

Hinweis: Auch eine Preissenkung kann eine Sonderkündigung rechtfertigen. So kannst Du beispielsweise zu einem anderen Anbieter wechseln, wenn dieser die Preise noch stärker senken sollte. Allein aus diesen Gründen lohnt es sich, Stromanbieter regelmäßig zu vergleichen.

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Anbieterwechsel Schritt für Schritt

Damit bei Deinem Wechsel zu einem neuen Anbieter alles glattgeht, solltest Du dabei auf mehrere Punkte achten. Zunächst ist es wichtig, alle Unterlagen wie Zählernummer oder Marktlokations-ID herauszusuchen und die Vorjahresrechnung zu analysieren. In Deinem Vertrag kannst Du zudem ablesen, zu welchem nächstmöglichen Zeitpunkt Du wechseln kannst. Achte hierbei mitunter auf das Sonderkündigungsrecht. Nun kannst Du mithilfe von Vergleichsportalen die günstigsten Anbieter in Deiner Region ausfindig machen und den Wechsel bei Deinem neuen Versorger beantragen. Gib hierzu bei dem neuen Anbieter Name, Anschrift, Zählerdaten, alten Versorger und Kundennummer an. Abschließend musst Du nur noch am Wechseltag den Zählerstand ablesen und diesen beiden Versorgern mitteilen.

Fünf Tipps für den erfolgreichen Wechsel


Wenngleich ein Anbieterwechsel kein Hexenwerk ist, kannst Du den Vorgang durch einige Tipps vereinfachen und sicherstellen, dass Du bestmöglich profitierst:

- Die Preise regelmäßig online zu vergleichen, lohnt sich fast immer
- Verbrauch und relevante Daten für den Wechsel bereithalten
- Kündigungsfrist rechtzeitig prüfen
- Achte vor einem Wechsel darauf, ob Du dadurch vielleicht Wechselboni verlierst oder Mindestlaufzeiten verletzen könntest