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Hund im Bett
Alkhaine/Pixabay
Hund im Bett
Parasiten und andere Probleme

Nicht gut für dich: Haustiere in deinem Bett

Ein Haustier im Bett ist mitunter eine sehr kuschelige Angelegenheit – doch langfristig gedacht, kann dies wirklich gefährlich werden…

Hygiene unbedingt beachten

Für viele Tierfreunde ist es Normalität, dass das Kätzchen oder der Hund regelmäßig mit im Bett schläft. Doch viele Menschen sind sich der Risiken nicht bewusst, die das Schlafen im gemeinsamen Bett mit sich bringt. Oft wird – nicht einmal bewusst – die Hygiene vernachlässigt, die eigentlich unumgänglich ist, um das Tier ohne Risiken ins Bett zu lassen.

So kannst du dich schützen

„Voraussetzung ist die regelmäßige vierteljährliche Entwurmung und dass das Tier frei von Ektoparasiten wie Zecken oder Flöhen ist“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Denn die sind nicht nur unangenehm, sondern können auch Krankheiten wie Borreliose auf den Menschen übertragen. Und: „Nicht nur Parasiten, sondern auch bakterielle Erkrankungen können zwischen Tier und Mensch übertragen werden“, warnt Tierarzt Pasquale Piturru. Besitzerinnen und Besitzer sollten daher regelmäßig einen rundum Check-up machen lassen – auch wenn keine akute Krankheit vorliegt.

Keine Vorsorge durch Wurmkuren

Regelmäßige Wurmkuren werden häufig sehr kritisch gesehen. Es muss bedacht werden, dass ein Wurmmittel ein Medikament ist, welches Organismen, d.h. in diesem Fall die Würmer, abtötet. Auch wenn man nach einer Wurmgabe keine Auffälligkeiten beim Hund festgestellt, ist es eine Belastung für den Körper. Gerade nach einer dauerhaften, jahrelangen Anwendung kann es durch die chemischen Inhaltsstoffe zu einer Schädigung kommen. Zudem bietet eine Wurmkur keine Vorsorge. Ein gerade entwurmter Hund kann sich am nächsten Tag infizieren. Eine Entwurmung hilft also immer nur bei Wurmbefall, sie kann keine zukünftige Ansteckung verhindern.

Die Alternative: Auf Verdacht sollte ein Hund nicht entwurmt werden. Stattdessen kann mithilfe einer Kotuntersuchung beim Tierarzt (an drei aufeinander folgenden Tagen) schnell und einfach festgestellt werden, ob ein Wurmbefall vorliegt. Im Rahmen der Kotuntersuchung wird geprüft, ob der Vierbeiner in diesem Moment mit dem Kot Wurmeier ausscheidet. Eine Wurmkur folgt nur, wenn Wurmeier nachgewiesen wurden. 

Wie häufig Kotuntersuchungen oder Wurmkuren vorgenommen werden sollten, hängt von der Haltung, Ernährung und Nutzung des Vierbeiners ab. 

Tiere im Kinderbett - besser nicht!

Im Kinderbett haben Tiere generell nichts verloren, so Schmitz vom Tierschutzbund. Die Verletzungsgefahr sei gerade für Kleinkinder sehr groß – es kann schließlich nicht garantiert werden, dass es bei einer ungewünschten Berührung nicht zu einem Angriff kommt.

Bei Katzen kann zum Beispiel ein einfacher Gitterschutz verhindern, dass sie nachts ins Bett springen. Im Kinderzimmer sollten sich Haustiere allerdings sowieso nur unter Aufsicht aufhalten.

Übrigens: Kleintiere wie Hamster oder Meerschweinchen sollten grundsätzlich nicht mit ins Bett – zu schnell sind die zierlichen Körper zerdrückt.

Quelle: martinruetter.com, vetevo.de, esccap.de