Mein Morgen

Campen mit dem Rad: Otti testet einen Fahrrad-Wohnwagen

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Campen mit dem Fahrrad? Klar! Otti vom Morgen hat einen Fahrrad-Wohnwagen getestet. Was passt rein, wie gut verläuft die Reise und vor allem wie bequem liegt es sich darin? Wie es Otti erging, liest du hier!

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Die Testfahrt und der erste Eindruck

Ist es ein Ufo? Ist es ein Eiswagen? Nein, es ist der kleinste Wohnwagen der Welt… und der wird mit einem Fahrrad gezogen -  Vornehmlich mit einem E-Bike, denn die 35 Kilo Leergewicht machen sich selbst bei kleinen Bergen schnell bemerkbar.
Gleich vorweg: wer keine Freunde hat, muss einfach nur mit dem Widepath Camper auf Tour begeben – dieses Gerät ist ein absoluter Magnet. Klar, denn dieser weiße Leichtbaukasten sieht zusammengeklappt wie ein viertel Stück Torte aus und erregt dauerhaft Aufmerksamkeit. Sei es auf der Strecke oder auf dem Campingplatz – mit dem Mini-Wohnwagen bist du nie alleine und das habe ich bei meiner kleinen Tour von Freiburg nach Riegel am Kaiserstuhl dergestalt gemerkt, dass ich für 22 Kilometer vier Stunden gebraucht habe, weil so viele Leute unterwegs wissen wollten, was ich da hinter mir herziehe.

Wie viel in so einen Fahrrad-Wohnwagen reinpasst, siehst du hier: 
 

  
On the Road

Natürlich – so klein der Fahrrad-Wohnwagen auch ist, als Anhänger am Fahrrad ist er immernoch groß genug, um sich eine Zeit lang dran gewöhnen zu müssen. Gerade bergab schiebt der Wohnwagen ordentlich und der Wendekreis ist natürlich auch nicht der kleinste. Dennoch: nach ein paar Kilometern hab ich mich an die Fahreigenschaften gewöhnt, wusste, wie weit ich bei Kurven ausholen muss und bei welchen Pollern es sich lohnt, eher abzusteigen und zu schieben, dass wirklich alles passt.

 

 
Das Camping 

Selten habe ich so schnell Campingfeeling erlebt wie mit dem Widepath Camper. Ankommen, Stützen ausfahren, fertig. Gerade mal zwei Minuten habe ich für den Aufbau gebraucht. Danach habe ich meine kleine Räumlichkeit direkt als Umkleidekabine für meine Badebuxe genutzt – zum Schock der umstehenden Gäste, denn der Camper kommt leider ohne Jalousien oder Vorhänge daher. Falls Sie also gerne lange schlafen, nehmen Sie sich was zum abdunkeln mit, die Sonne am frühen Morgen kennt keine Gnade.
Sehr positiv aufgefallen ist mir, dass kaum Stauhitze in dem Camper entsteht. Der Wagen stand zwei Stunden gnadenlos in der Sonne, ein Brutkasten wie im Auto oder normalen Wohnmobil ist aber dabei nicht entstanden. Dadurch war die Nacht auch angenehm kühl und dank der Stützen sehr stabil und ruckelfrei.

Der Morgen danach

Gut ausgeruht ging es am nächsten Tag zurück – doch vorher hieß es: abbauen. Klar, jeder Urlauber – egal ob Camper oder nicht – kennt es: aufräumen und zusammenbauen dauert immer länger als ankommen und loslegen. Bis die entsprechenden Module im Camper wieder so geordnet und die Sachen alle sicher verstaut waren sind gute 27 Minuten vergangen – im Vergleich zum Zelt nebenan war ich trotzdem flotter. Vor allem, danach hab ich mich einfach aufs Rad geschwungen und bin losgedüst.

Fazit

Kurzum: der Fahrrad-Wohnwagen bietet ein ganz neues und anderes Gefühl von Freiheit. Mit einem E-Bike vornedran sind auch Berge gut machbar und die Eingewöhnung an das Gefährt im Nacken geht relativ schnell.
Schlafen und essen in dem Mini-Wohnwagen sind gut machbar und bieten zumindest ein klein wenig Comfort – auch wenn es sich bei diesem Gefährt natürlich nicht um einen Luxus-Camper handelt.
Für kleine bis mittlere Touren absolut empfehlenswert – aber Achtung: der Camper ist zwar für zwei Personen ausgelegt, dann wird es aber doch eng. Ein Erwachsener und ein Kind sind gut machbar oder auch schwer Verliebte sollten ihren Spaß dabei haben, allen anderen sei vielleicht noch ein kleines Extrazelt empfohlen. 
 

 



 

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