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Wohnmobile im Straßenverkehr - darauf musst du achten!

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Tempolimit, Zuladung, Führerschein

Campen und Wohnmobile liegen im Trend: In Deutschland sind die Wohnmobil- Zulassungszahlen in den vergangen fünf Jahren um circa 50 Prozent angestiegen. Im April 2021 wurden rund 11.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Das heißt auch, dass viele neue Wohnmobilfahrer:innen auf den Straßen und Plätzen Deutschlands unterwegs sind. Die wichtigsten Staßenverkehrsregeln, die fürs Wohnmobil in Deutschland gelten, sind im Folgenden zusammengefasst.

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Der Führerschein

Angefangen beim Führerschein: Der Führerschein der Klasse B berechtigt zum Führen von Fahrzeugen, bzw. Wohnmobilen bis zu einem 3,5 Tonnen zugelassenen Gesamtgewicht. Ist das Wohnmobil schwerer, ist ein Führerschein der Klasse C (bis 7,5 Tonnen) oder C1 (bei über 7,5 Tonnen) notwendig.

Parken

Beim Parken wird hauptsächlich nach Gewicht unterschieden: 
Auf öffentlichen Parkplätzen und der Straße darf ein Wohnmobil mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen für unbegrenzte Zeit stehen. Vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen reinen PKW-Parkplatz. Hier gilt es auf zusätzliche Schilder, die eventuell das Parken von Wohnmobilen verbieten, zu achten. 

Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen empfiehlt es sich einen ausgeschilderten Wohnmobilparkplatz zu nutzen. In Wohngebieten dürfen diese Schwergewichte nämlich von 22 Uhr bis 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen nicht parken.

Auf dem Gehweg ist es grundsätzlich nur Fahrzeugen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen erlaubt zu parken. 
Aber Achtung: Parken ist nicht gleich übernachten. Das Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen erfordert eine Sondergenehmigung. Liegt diese nicht vor, drohen beispielsweise Bußgeldstrafen. 

Zuladung

Wie viel Gepäck darf ich in den Urlaub im Wohnmobil mitnehmen? Das klärt die jeweilige Zulassungsbescheinigung. Hier werden für das jeweilige Modell das zulässige Gesamtgewicht und das Leergewicht angegeben. 

Das Leergewicht gibt an wie schwer das Wohnmobil selbst ist - ohne Zuladung. Das zulässige Gesamtgewicht gibt an wie schwer das Wohnmobil mit Zuladung sein darf. 

Wenn man also nun herausfinden will, wie viel Gepäck im Wohnmobil mitgenommen werden darf, rechnet man: 
ZULÄSSIGES GESAMTGEWICHT – LEERGEWICHT = ERLAUBTE ZULADUNG

Alles in der gleichen Einheit, versteht sich. 

Zur Zuladung zählen nicht die Tankfüllung, der Frischwassertank, der Gasvorrat, das Ersatzrad und Öl - diese zählen zum Leergewicht. 

Tempolimit

Wo liegt der Unterschied zwischen den Regelungen der PKWs und derer der Wohnmobile? Innerorts gibt es da erstmal keinen, hier gelten die gleichen Regeln für beide Fortbewegungsmittel. 
Außerorts zählen die gleichen Regeln wie für PKWs, wenn das Wohnmobil nicht über die 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht kommt. 

Bei einem Gewicht von über 3,5 Tonnen gilt außerorts eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h. Auf der Autobahn darf 100 km/h gefahren werden – außer Ihr Gefährt bringt über 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht auf die Waage, dann darf auf der Autobahn lediglich 80km/h und außerorts 60km/h gefahren werden. 

Bei allen aufgeführten Straßenregeln für Wohnmobile ist zu beachten, dass es vor allem auf die Gewichtsklasse und auf die Größe des jeweiligen Modells ankommt und somit unterschiedliche Regelungen gelten. 
Wenn dann alle Straßenregeln geklärt und das Gepäck verstaut ist, wünscht Radio Regenbogen eine gute und sichere Fahrt!

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