Corona

Die verschiedenen Corona-Tests für zu Hause

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Welche Auswahlmöglichkeiten habe ich?

Seit heute sind wir bezüglich der Schnelltests schon einen ganzen Schritt weiter. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die erste Sonderzulassung für Antigen-Tests zur Eigenanwendung zugeteilt. Nach der Prüfung der einzelnen Tests kannst du dich dann zu Hause und in Ruhe testen – ohne lange Warteschlangen vor Testzentren und neuen Infektionsrisiken.

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Dabei sollen die Tests leicht zu handhaben sein, um nicht eine falsche Diagnose auszusprechen oder Angst zu streuen.

Welche Tests gibt es momentan?

Es gibt momentan drei verschiedene Tests. Wir stellen dir diese vor und zeigen die Unterschiede auf.

Gurgeltest

Der Test wird durch Gurgeln und Übertragung der Flüssigkeit in ein Gefäß durchgeführt. Dieses wird anschließend in ein Labor gesendet. Dadurch ist er im Vergleich zum Nasenabstrich für dich angenehmer. Viele Patient*innen und Mitarbeitenden der städtischen Kliniken werden so getestet. Jedoch lassen sich diese weniger zuverlässig zu Hause durchführen. Es kann bei der Entnahme zu Verdünnungseffekten kommen und dadurch zu einem uneindeutigen und unzuverlässigen Ergebnis

Speicheltest

Ähnlich wie beim Gurgeltest wird Speichelflüssigkeit in ein Gefäß abgegeben und an ein Labor gesendet. Dabei ist die Durchführung im Vergleich zum Nasenabstrich weniger kompliziert und birgt weniger Durchführungsfehler. Jedoch muss dieser Test ausgewertet werden und das Ergebnis wird erst nach ca. 5 Tagen verkündet. Eine Zeitspanne in der eine neue Infektion möglich ist, oder du zum Superspreader werden kannst. 

Nasenabstrich

Der weit verbreiteste Test zur Durchführung zu Hause wird nasal angewendet. Ein Röhrchen zur Entnahme einer Probe wird in den Nasenrachenbereich eingeführt und nach der Entnahme in ein Röhrchen mit Lösung gegeben, um das Zielmolekül zu extrahieren. Anschließend wird er auf die Testkassette aufgebracht und gibt nach ca. 15 Minuten ein deutlich erkennbares Testergebnis

Wie genau dieser Test durchgeführt wird, zeigen wir hier

Die Tests von der Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Technomed Service GmbH und Lissner Qi GmbH sind laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte für Laienanwendungen geeignet.

Warum helfen die Schnelltests und wie funktionieren sie?

Durch den Schnelltest werden Oberflächenproteine des Virus erkannt – die sogenannten Antigene. Je mehr Antigene im Körper, desto wahrscheinlicher, dass sich der Test verfärbt und du positiv getestet bist. Die Erkenntnis erhälst du mit dem Schnelltest bereits nach 15 bis 20 Minuten.

Laut dem Ärzteblatt ist dabei der Unterscheid zwischen der Testung durch Medizinpersonal oder Laien nicht signifikant. Durch eine Eigentestung kann also schneller Gewissheit gewonnen und das medinzinische Personal entlastet werden. Möglicherweise erkennst du dadurch vor Symptomausbruch eine Infizierung und kannst damit vermeiden, andere anzustecken. 

Ab wann sollen die Tests erhältlich sein?

Momentan wird noch ein Zulassungsverfahren für eine CE-Kennzeichnung abgewartet – um dich so davor zu schützen, falsche Tests zu kaufen, die möglicherweise nicht funktionieren.
Dies wird vor dem 1. März nicht erreicht werden können. 

Es benötigt eine noch breitere Aufklärung über die Anwendung und die weiteren Schritte nach der Testung. Wie verhalte ich mich nach dem positiven Ergebnis bei ausbleibenden Symptomen? Wer kontrolliert mich und andere positiv Getestete und wie gebe ich die Informationen an das Gesundheitsamt weiter?

Wo gibt es Selbsttests zu kaufen?

Kostenlose Schnelltests?

Bund und Länder haben sich am vergangenen Mittwoch auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt. 

Demzufolge hat jeder Bürger ab dem 8. März 2021 Zugriff auf einen kostenlosen Schnelltest pro Woche. Diesen kannst du wie gewohnt in Testzentren oder auch in Apotheken und Arztpraxen in Anspruch nehmen. Er muss jedoch von geschultem Personal durchgeführt werden, da diese Art von Schnelltest nicht für Laienanwendung zugelassen ist.

Die Verfügbarkeit der kostenlosen Schnelltests, sowie der Selbsttests durch Laienanwendung, ist momentan noch begrenzt. Daher ist zu raten sich gründlich zu informieren.

Und vorsicht!

Der Antigentest gilt nur als Momentaufnahme. Wenn du nach dem Test negativ bist, dann aber mit Menschen in Kontakt kommst, ist dein Ergebnis wieder hinfällig. Das Optimum wäre also, sich wöchentlich mehrere Male testen zu lassen. Im Schnitt erkennen Antigentests rund 80% der Infizierten. Das bedeutet also auch, dass der Test nicht die momentanen Maßnahmen ersetzt – sei also trotzdem weiterhin vorsichtig und achte auf dich und deine Umwelt.

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