Corona

Corona-Maßnahmen: Tests werden kostenpflichtig

Anzeige

Ausnahmen bilden Menschen, die sich nicht impfen lassen können

​Wie geht es weiter rund um die Corona-Politik von Bund und Ländern und welche Maßnahmen stehen uns ab Herbst bevor? Darüber haben die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel heute in Berlin gesprochen.

Anzeige

Seit bereits einigen Monaten gibt es kostenlose Bürgertests, damit wir alle bei Terminen, Veranstaltungen oder vor der Fahrt in den Urlaub auf Nummer sicher gehen können. Ab 11. Oktober sollen diese Tests für Ungeimpfte allerdings kostenpflichtig sein. Wer nicht geimpft werden kann, wie z.B. Schwangere oder Jugendliche unter 18, bilden eine Ausnahme. Das Gesundheitsministerium teilt indes mit, dass die Inzidenz in Baden-Württemberg bereits ab 16. August für viele Bereiche irrelevant wird.

Inzidenz spielt im Alltag ab Montag keine Rolle mehr

Laut Gesundheitsministerium dürfen ab kommenden Montag, 16. August, alle Menschen in Baden-Württemberg unabhängig von der Inzidenz wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen - vorausgesetzt, sie sind geimpft, genesen oder getestet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz spielt diesbezüglich in der neuen Corona-Verordnung keine Rolle mehr.

Sofern Besucher geimpft oder genesen sind oder einen PCR-Test vorweisen können, soll es für kulturelle Veranstaltungen im Innenbereich sowie in Clubs und Diskotheken keine Personenobergrenze mehr geben. Bei der Innen-Gastronomie, bei Friseuren und körpernahen Dienstleistern soll ein Antigenschnelltest ausreichen.

Merkel wirbt für höhere Impfquote

"Wir haben genug Impfstoff und müssen dafür sorgen, dass geimpft wird", so Merkel. "Wir tun etwas für uns, jeder für sich, aber auch für die, die nicht geimpft werden können", sagte die Bundeskanzlerin. "Wir werden weniger Infektionen haben, wenn wir mehr Menschen geimpft haben", sagte sie weiter. Die Impfwirkung sei bei der Delta-Mutation sehr positiv, was das vermeiden von schweren Fällen angeht.

"Wir wollen alle, dass wir mit niederschwelligen Maßnahmen den Anstieg der Infektionszahlen eindämmen können", so weiter. Dabei warnte sie noch einmal vor der Gefährlichkeit der Delta-Variante. Deswegen seien die AHA+L Regeln weiter einzuhalten. Auch die 3-G-Regel soll angestrebt werden, wenn es um Veranstaltungen in Innenräumen geht. Das gilt für Feste, Sport im Innenbereich und Beherbergungen. Die 3-G-Regel kann länderspezifisch ausgesetzt werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz unter 35 liegt.

Auch die Überbrückungshilfen werden verlängert, da weiterhin Einschränkungen bei Großveranstaltungen angesichts des Infektionsgeschehen bestehen bleiben. 

Inzidenz bleibt wichtigster Indikator

Die wichtigen Indikatoren bleiben die Inzidenz, die Impfquote und die Intensivpatienten. Das bedeutet auch, dass die epidemische Lage verlängert werden muss. 

Neben der Corona-Pandemie wurde auch über die Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz gesprochen

"Wir sind unendlich dankbar, [...] dass eine so große Hilfbereitschaft aus dem ehrenamtlichen und privaten Bereich stattgefunden hat", so Merkel. Heute konnte sich die MPK und die Bundesregierung über ein Sondervermögen von 30 Milliarden Euro einigen. Das Bundeskabinett wird das Paket am 18. August beschließen.
 

Anzeige