Corona

Das bedeutet die Hospitalisierungsrate

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Abkehr von der Inzidenz

Bisher war die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen der wichtige Wert, um die Lage der Pandemie zu beurteilen und Einschränkungen zu beschließen. Nun wird die Belastung der Kliniken wichtiger, genauer gesagt die Hospitalisierungsrate. Wir erklären dir hier, was es mit diesem Wert auf sich hat.

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Bundesgesunheitsminister Jens Spahn hatte schon betont, dass die Inzidenz an Bedeutung verliert. Aussagekräftiger wäre stattdessen die Rate der EInweisungen in Kliniken. Anhand dieser Hospitalisierungsrate würde man einschätzen können, ob und wie gefährlich die Pandemie trotz hoher Impfrate ist. Entscheiden müssen dann aber die Länder, so Spahn. Sie müssten die Pandemie-Kriterien im Blick behalten und die Lage für die jeweiligen Region beurteilen, was am besten ist.

Klinik-Einweisungen über eine Woche pro 100.000 Einwohner

Das Robert Koch-Institut erfasst in seinem Lagebericht neben der bereits bekannten Sieben-Tage-Inzidenz auch die Zahl der Menschen, die innerhalb einer Woce wegen einer Covid-19-Erkrankung in eine Klinik kommen: die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen.

Wenn ein Patient oder eine Patientin wegen einer anderen Erkrankung oder für einen Eingriff in die Klinik kommt und positiv auf das Corona-Virus getestet wird, soll dies dagegen nicht mit gemeldet werden. Der Wert beschreibt außerdem die Krankenhauseinweisungen, nicht die belegten Plätze auf der Intensivstation.

Tendenz des Wertes steigt

In den aktuellen Berichten des Robert Koch-Instituts lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen zuletzt zwischen eins und zwei – die Tendenz steigt dabei leicht. In der Weihnachtszeit im letzten Jahr lag diese beim bisher höchstem Wert 15.

Eine einheitliche Marke, ab wann welche Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, wurden bisher nicht festgelegt, was auch schwierig wäre, da dabei die regionalen Versorgungskapazitäten der einzelnen Regionen nicht berücksichtigt werden könnten.

 

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