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Corona-Zahlen steigen: Auffrischimpfung „unbedingt nötig“

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen und mehreren Impfdurchbrüchen fordern Politiker und Experten ein schnelleres Tempo bei Auffrischimpfungen.

Seit September laufen die Booster-Impfungen zum Schutz gegen Corona. Um Ältere und Menschen mit Vorerkrankung richtig schützen zu können, müsste man schneller impfen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagt dazu:

In Anbetracht der steigenden Fallzahlen auch bei Älteren ist eine neue Impfkampagne zur Nutzung der Booster-Impfungen in dieser Altersgruppe jetzt unbedingt nötig.

Die dritte Impfung wird empfohlen, weil der Schutz nach den ersten zwei Grundimmunisierungen laut der Stiko "mit der Zeit insbesondere in Bezug auf die Verhinderung asymptomatischer Infektionen und milder Krankheitsverläufe nachlässt".

Booster-Impfung: Wer bekommt sie?

Laut der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) und einer Empfehlung der Stiko, kommt die Auffrischimpfung aktuell für folgende Personen im Betracht:

  • Personen ab 60 Jahren (bei individuellem Wunsch und nach ärztlicher Aufklärung)
  • Menschen ab 70 Jahren
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen
  • Pflegepersonal und medizinisches Personal, die direkten Kontakt zu Patienten haben
  • Personen, die ausschließlich mit Vektorimpfstoffen geimpft wurden
  • Personen, die nach einer Corona-Infektion eine Dosis von einem Vektorimpfstoff bekommen haben
  • Personen mit Immunschwäche oder Immunsupression
  • Enge Kontaktpersonen von Personen mit schwerer Immunschwäche
  • Für andere Bevölkerungsgruppen gibt es derzeit keine Empfehlung. Die Booster-Impfung kann man sich von behandelnden Ärzten und mobilen Impfteams spritzen lassen. Es werden ausschließlich mRNA-Impfstoffe verwendet.