Eine Frau soll sich jahrelang als Lehrerin in Heidelberg und Homburg ausgegeben haben - früher war sie auch schon in Rheinland-Pfalz tätig gewesen und verurteilt worden. (Symbolbild)
Marijan Murat/dpa
Eine Frau soll sich jahrelang als Lehrerin in Heidelberg und Homburg ausgegeben haben - früher war sie auch schon in Rheinland-Pfalz tätig gewesen und verurteilt worden. (Symbolbild)
Staatsanwaltschaft

Als Lehrerin ausgegeben: Wegen Urkundenfälschung vor Gericht

Eine heute 41-Jährige soll durch gefälschte Qualifikationen jahrelang als Lehrerin an Privatschulen in Baden-Württemberg und im Saarland unterrichtet haben. Ein Autounfall brachte sie in U-Haft.

Nachdem eine Frau jahrelang in mehreren Bundesländern ohne die entsprechende Qualifikation als Lehrerin gearbeitet haben soll, steht die 41-Jährige von Montag (9.00 Uhr) an vor dem Heidelberger Landgericht. Das Gericht wirft der Frau laut einer Sprecherin unter anderem Betrug und Urkundenfälschung vor. 

Der Frau droht demnach im Falle einer Verurteilung wegen gewerbsmäßigen Betrugs bis zu zehn Jahre Haft. Sie war bereits wegen ähnlicher Taten in Rheinland-Pfalz verurteilt worden.

Bruttolohn in Höhe von knapp 200.000 Euro erschlichen

Die nicht ausgebildete Lehrerin soll laut Landgericht an Privatschulen in Heidelberg und im saarländischen Homburg Mathe, Physik und Chemie unterrichtet haben. Laut der Ermittlungsbehörde hatte sie dafür mehrfach entsprechende Zeugnisse gefälscht. Allein in Heidelberg soll sie laut Gericht von 2021 bis 2024 einen Bruttolohn in Höhe von knapp 200.000 Euro erschlichen haben.

Ein Verkehrsunfall wurde ihr demnach schließlich zum Verhängnis: Als sie diesen bei der Polizei anzeigen wollte, wurde die mutmaßliche Betrügerin im September festgenommen. Gegen sie lag bereits ein Haftbefehl vor.

Aufgeflogen war die Frau laut einer früheren Mitteilung, als sie im Oktober 2024 ein Darlehen in Höhe von 25.000 Euro bei einer Bank beantragt hatte – mit gefälschten Gehaltsnachweisen.

Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am 10. April verkündet werden.

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