Nachdem eine Frau jahrelang in mehreren Bundesländern ohne die entsprechende Qualifikation als Lehrerin gearbeitet haben soll, steht die 41-Jährige von Montag (9.00 Uhr) an vor dem Heidelberger Landgericht. Das Gericht wirft der Frau laut einer Sprecherin unter anderem Betrug und Urkundenfälschung vor.
Der Frau droht demnach im Falle einer Verurteilung wegen gewerbsmäßigen Betrugs bis zu zehn Jahre Haft. Sie war bereits wegen ähnlicher Taten in Rheinland-Pfalz verurteilt worden.
Bruttolohn in Höhe von knapp 200.000 Euro erschlichen
Die nicht ausgebildete Lehrerin soll laut Landgericht an Privatschulen in Heidelberg und im saarländischen Homburg Mathe, Physik und Chemie unterrichtet haben. Laut der Ermittlungsbehörde hatte sie dafür mehrfach entsprechende Zeugnisse gefälscht. Allein in Heidelberg soll sie laut Gericht von 2021 bis 2024 einen Bruttolohn in Höhe von knapp 200.000 Euro erschlichen haben.
Ein Verkehrsunfall wurde ihr demnach schließlich zum Verhängnis: Als sie diesen bei der Polizei anzeigen wollte, wurde die mutmaßliche Betrügerin im September festgenommen. Gegen sie lag bereits ein Haftbefehl vor.
Aufgeflogen war die Frau laut einer früheren Mitteilung, als sie im Oktober 2024 ein Darlehen in Höhe von 25.000 Euro bei einer Bank beantragt hatte – mit gefälschten Gehaltsnachweisen.
Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am 10. April verkündet werden.
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