Pech für Matthias Ginter (r) und seine Kollegen: Paris Brunner trifft auch im Spiel gegen den SC Freiburg.
Philippe Magoni/AP/dpa
Pech für Matthias Ginter (r) und seine Kollegen: Paris Brunner trifft auch im Spiel gegen den SC Freiburg.
Conference League

Brunner trifft sehenswert: Freiburg verliert in Monaco klar

Der SC Freiburg verliert in der Conference League in Monaco am Ende deutlich. Ein deutscher U21-Nationalspieler sorgt für die schönste Aktion des Abends.

Ein Geniestreich von Nachwuchsstar Paris Brunner hat für die erste Niederlage des SC Freiburg in der Conference League gesorgt. Beim 0:3 (0:1) des badischen Fußball-Bundesligisten in Monaco erzielte Brunner (45. Minute +2) dank einer starken Einzelaktion die Führung für die Gastgeber. Lamine Camara (83.) und Ansu Fati (90.+2) erhöhten spät. Für die Elf von SC-Trainer Julian Schuster war es nach dem 1:2 in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen die zweite Pleite in Folge. 

Auf vier Positionen hatte Schuster seine Startelf im Vergleich zum Leverkusen-Spiel verändert. Vincenzo Grifo, Yuito Suzuki, Lukas Kübler und Max Rosenfelder rückten neu ins Team für Philipp Treu, Derry Scherhant, Keisuke Goto und Philipp Lienhart (Belastungssteuerung), der erst gar nicht mit nach Monaco gereist war.

Schuster muss früh wechseln

Nach einer Viertelstunde war Schuster zu einem weiteren personellen Eingriff gezwungen. Für den defensiven Mittelfeldspieler Yannik Engelhardt ging es nach einem Zusammenprall mit Monacos Camara nicht weiter, Patrick Osterhage kam.

Während die rund 800 mitgereisten Fans aus Freiburg im halbleeren Stadion klar den Ton angaben, waren auf dem Rasen die Monegassen etwas engagierter und vor allem zielstrebiger. Bei Chancen von Mamadou Coulibaly und Brunner Mitte der ersten Halbzeit rettete jeweils SC-Torwart Mio Backhaus.

Geniales Tor von Brunner

Eine geniale Idee hatte dann U21-Nationalspieler Brunner. Frech lupfte der 20-Jährige den Ball über den schwerfälligen Rosenfelder, legte ihn sich anschließend per Kopf selbst in den Lauf und vollendete stark mit links. Es war bereits Brunners achtes Saisontor im neunten Pflichtspiel.

Die Pausenführung ging in Ordnung. Echte Chancen konnten die Freiburger in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht kreieren. Auf den keinesfalls schlechten, aber zu passiven Auftritt reagierte Schuster und beorderte mit Wiederanpfiff Lucas Höler für Suzuki in die Offensive.

Den Ausgleich auf dem Fuß hatte zunächst ein Abwehrspieler: Kübler scheiterte nach einem Eckstoß gleich zweimal aus kurzer Distanz. Auf der Gegenseite verpasste Brunner sein zweites Tor, Backhaus parierte den flachen Abschluss.

Hradecky kaum gefordert

Mit der Hereinnahme der Nationalspieler Treu und Scherhant, die nach etwas über einer Stunde für Makengo und den blassen Grifo kamen, wollte Schuster den Druck auf das vom früheren Bundesliga-Torhüter Lukas Hradecky gehütete AS-Tor erhöhen. Viele Eckstöße erarbeitete sich der Sport-Club in der Folge, allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.

Monacos Fürst Albert schaute von der Tribüne aus zu, wie der Bundesliga-Dritte vergeblich nach Lücken in Monacos stabiler Defensive suchte. Der von Filipe Luís betreute Tabellenfünfte der französischen Ligue 1, inzwischen mit dem früheren Barça-Talent Fati auf dem Feld, setzte quasi nur noch auf Konter. Warmen Applaus gab's für Brunner, der in der 79. Minute den Platz verließ.

Von außen sah der gebürtige Dortmunder Brunner die Entscheidung: Nach einem Freiburger Ballverlust im Mittelfeld scheiterte Fati zunächst noch an Backhaus, Camara machte im Nachschuss alles klar. In der Nachspielzeit durfte dann auch Fati jubeln, als er Ginter im Strafraum täuschte und trocken abschloss.

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