Heidenheims Marnon Busch umarmt Wolfsburg-Star Christian Eriksen.
Swen Pförtner/dpa
Heidenheims Marnon Busch umarmt Wolfsburg-Star Christian Eriksen.
Fußball-Bundesliga

«Ein Punkt ist besser als keiner»: Heidenheim klettert

Bis kurz vor Schluss führte der 1. FC Heidenheim beim 1:1 in Wolfsburg. Ein enttäuschendes Ergebnis hatte dennoch eine positive Wirkung.

Zwei Punkte noch hergegeben, aber zwei Tabellenplätze geklettert: Beim 1. FC Heidenheim wussten sie nach dem Start der Bundesliga-Rückrunde selbst nicht richtig, ob sie sich über das 1:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg eher freuen oder ärgern sollten.

Erst in der 79. Minute glichen die Gastgeber die Heidenheimer Führung durch Adrian Beck (45.+1) noch aus. Entsprechend unzufrieden waren die Reaktionen der FCH-Spieler unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Doch während einige von ihnen enttäuscht auf den Rasen sanken, kassierte der Abstiegskampf-Konkurrent FC St. Pauli noch ein spätes Gegentor bei Borussia Dortmund (2:3). Das und die Niederlage des FSV Mainz 05 (1:2 in Köln) sorgten dafür, dass der bisherige Tabellenletzte Heidenheim auch mit nur einem statt der durchaus möglichen drei Punkte auf den Relegationsplatz kletterte.

Honsak sicher: «Ein Punktgewinn»

«Ein Punkt ist besser als keiner», sagte Mathias Honsak hinterher. «Es ist ein Punktgewinn. Natürlich tut es ein bisschen weh, wenn man weiß, man hätte auch die drei Punkte mitnehmen können. Aber auswärts in Wolfsburg 1:1 zu spielen, so eine gute erste Halbzeit zu zeigen und hinten alles wegzuverteidigen, was ging: Damit können wir zufrieden sein.»

Drei Tage lagen aus Heidenheimer Sicht nur zwischen der Niederlage in Mainz und dem Remis in Wolfsburg. Die Bundesliga-Hinrunde auf dem letzten Platz beendet zu haben, bewerteten sie beim FCH trotzdem als Zäsur. «Wir haben eine Aufholjagd vor und das hat man heute gesehen», sagte Honsak.

Die Gegentore zu reduzieren und die Fehler zu vermeiden, das ist das Rezept dafür. «Kompakt zu stehen, war heute unsere Idee. Gar nicht so sehr ins Gegenpressing und ins Forechecking zu gehen, sondern ein bisschen tiefer zu stehen», sagte Trainer Frank Schmidt hinterher. «Ich fand uns stabil. Heute habe ich das Gefühl gehabt, dass wir endlich zu null spielen und diese drei Punkte mitnehmen. Aber wenn man das Spiel zusammenfassen will über die gesamte Zeit, dann ist das ein gerechtes Ergebnis.»

Hoffnung auf Neuzugänge

Die Champions-League-Kandidaten RB Leipzig und Borussia Dortmund sind die beiden nächsten Gegner. Danach geht es gegen die Abstiegskampf-Konkurrenten HSV und Augsburg. Spätestens dann sollen auch die drei Heidenheimer Wintertransfers mithelfen können.

Stuttgart-Leihgabe Leonidas Stergiou wurde bereits in Wolfsburg in der 77. Minute eingewechselt. Hannes Behrens werde diese Woche «voll ins Training einsteigen», sagte Schmidt. Nur bei dem Ex-Braunschweiger Christian Conteh «werden wir noch eine Woche, vielleicht zwei warten müssen».

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