Mittelblocker Marcus Böhme (r) hofft auf den ersten großen Titel für den VfB Friedrichshafen seit 2022. (Archivbild)
Andreas Gora/dpa
Mittelblocker Marcus Böhme (r) hofft auf den ersten großen Titel für den VfB Friedrichshafen seit 2022. (Archivbild)
Pokalfinale

Großer «Hunger»: Friedrichshafen und Stuttgart wollen Pokal

In den Endspielen um den Volleyball-Pokal treten die Frauen des MTV Stuttgart und die Männer vom VfB Friedrichshafen in verschiedenen Rollen an. Nur in einem Finale gibt es einen klaren Favoriten.

Kriselnder Traditionsclub gegen Volleyball-Emporkömmling: Geht es nach Routinier Marcus Böhme, dann beendet der VfB Friedrichshafen im Finale um den DVV-Pokal gegen den Bundesliga-Rivalen SVG Lüneburg seine «durstreiche Strecke der letzten Jahre». Mit dem 18. Cuptitel der Vereinsgeschichte möchte die Mannschaft vom Bodensee in Mannheim wieder an frühere große Zeiten des Vereins anknüpfen. «Der Hunger ist gewaltig», sagte Böhme.

Entscheidend im Endspiel am Samstag (19.00 Uhr/Dyn) könnte laut dem Mittelblocker die besondere Atmosphäre in der mit mehr als 12.000 Zuschauern erstmals ausverkauften Mannheimer Arena sein. «Ich habe schon öfter vor großen Kulissen gespielt. Diese Erfahrung möchte ich vor allem an die jüngeren Spieler weitergeben, die so ein Finale vielleicht zum ersten Mal erleben», erklärte der 40 Jahre alte Ex-Nationalspieler. Man dürfe sich von der Kulisse nicht beeindrucken lassen, sondern müsse den Fokus aufs eigene Spiel richten.

Letztmals Pokalsieger war der VfB 2022, als der Champions-League-Sieger von 2007 ausgerechnet Lüneburg schlug, das Friedrichshafen auch in den Finals 2015 und 2019 unterlag. Für die SVG würde ein Sieg in Mannheim gegen den Rekordpokalsieger den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte bedeuten. In den letzten Jahren hat sich Lüneburg unter Coach Stefan Hübner zu einem Topclub der Bundesliga entwickelt, der den Liga-Vierten Friedrichshafen in dieser Saison schon zweimal geschlagen hat.

«Komplett anderes Spiel»

Der Ausgang bei den Männern scheint offen, im Finale der Frauen davor (16.00 Uhr/SPORT1 und Dyn) gibt es einen klaren Favoriten: Allianz MTV Stuttgart. Gegen den VfB Suhl will Stuttgart den sechsten Pokalsieg feiern. Doch ausgerechnet bei den Thüringerinnen bezog der viermalige deutsche Meister am Sonntag seine erste Bundesliga-Niederlage dieser Saison (2:3). 

Suhl sei in der Liga «nicht ohne Grund» Zweiter hinter Tabellenführer Stuttgart, sagte MTV-Trainer Konstantin Bitter. Er glaube aber, dass das Pokalfinale «ein komplett anderes Spiel» mit besonderen Dimensionen werde, meinte der 36-Jährige und verwies wie Böhme auf die große Zuschauerkulisse. 

Es gehe besonders darum, «welches Team in dieser Halle klarkommt, welches Team seine Persönlichkeit aufs Feld bekommt, seine Emotionen aufs Feld bekommt, ohne dabei an der Nervosität zu scheitern», sagte Bitter. 

Es sei im Volleyball «ein Wahnsinn», vor so vielen Fans zu spielen, meinte Stuttgarts Kapitänin Antonia Stautz. Übrigens zum letzten Mal in Mannheim. Von 2027 an steigen die Pokalendspiele in Köln.

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