Heidenheim-Trainer lobt Dinkçis Umgang mit Schicksalsschlag
Eren Dinkçi zeigt Stärke im Umgang mit der Krebsdiagnose seiner Freundin. Heidenheims Trainer Frank Schmidt lobt: «Vorbildlich, extrem menschlich und klar.»
Eren Dinkçi zeigt Stärke im Umgang mit der Krebsdiagnose seiner Freundin. Heidenheims Trainer Frank Schmidt lobt: «Vorbildlich, extrem menschlich und klar.»
Eren Dinkçis Umgang mit der Krebsdiagnose seiner Freundin hat seinen Trainer beim 1. FC Heidenheim beeindruckt. «Im ersten Moment ist das natürlich ein Schock und das braucht auch eine gewisse Zeit, um das zu verstehen. Was mir dann aber imponiert hat, ist, wie sie damit umgegangen sind», sagte Frank Schmidt vor dem Spiel am Sonntag beim SC Freiburg (15.30 Uhr/DAZN). «Nämlich nicht irgendwie zu negativ, sondern: Was müssen wir jetzt tun, damit es besser wird, dass wir eine Chance haben? Ich finde, das war vorbildlich, auch wenn man die Interviews liest - extrem menschlich und klar.»
Ärzte hatten bei der Partnerin des Profis Ende Januar Blutkrebs festgestellt, Leukämie ist dabei die häufigste Form. Dinkçi ist von Freiburg noch bis zum Saisonende an Heidenheim ausgeliehen. Vor dem Aufeinandertreffen der beiden Clubs findet in Freiburg eine DKMS-Registrierungsaktion statt.
Schmidt: «Er hat jede freie Minute genutzt, um der Familie zu helfen»
«Wenn Eren Hilfe braucht, dann kriegt er sie - unabhängig davon, wie seine sportliche Situation ist», sagte Schmidt. «Er hat nicht viel gefehlt, aber er hat jede freie Minute genutzt, um der Familie zu helfen.»
Sportlich geht es für die Heidenheimer als Tabellenletzter darum, die Mini-Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz vor dem Start des 30. Spieltags. Zuletzt gab es einen 3:1-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin, das erste Erfolgserlebnis nach zuvor 15 vergeblichen Anläufen. Trotz der Niederlage bei Eintracht Frankfurt habe man seither «einen guten Weg eingeschlagen», sagte Schmidt. Nach dem 0:1 bei den Hessen holte der FCH in drei Spielen fünf Punkte.
Ausfallen werden der in dieser Woche operierte Sirlord Conteh und Mikkel Kaufmann. Die beiden Abwehrspieler Benedikt Gimber und Jonas Föhrenbach konnten in dieser Woche bislang noch nicht trainieren, sie sind angeschlagen.
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