Um den Wahlkampf von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel zu unterstützen, kam Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in den Südwesten. (Archivbild)
Uwe Anspach/dpa
Um den Wahlkampf von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel zu unterstützen, kam Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in den Südwesten. (Archivbild)
Wahlkampf

Merz: Emanzipation Europas von den USA nötig

Bundeskanzler Merz fordert ein selbstbewusstes Europa – und spricht Klartext zur Rolle der USA. Gemeinsam mit dem CDU-Spitzenkandidaten Hagel beschwört er ein starkes Deutschland.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Europa dazu aufgerufen, sich von den USA zu emanzipieren und nicht unnötig klein zu machen. Man erlebe, dass sich die USA von einer regelbasierten Politik zu einer machtzentrierten Politik abwenden, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt in Heddesheim bei Mannheim.

«Aber wir dürfen dann doch nicht den Kopf in den Sand stecken und versuchen, in irgendeiner Nische zu überleben», sagte der Kanzler bei der Veranstaltung mit dem baden-württembergischen CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel. «Diese Rechnung geht nicht auf.» Um respektiert zu werden, müsse Deutschland lernen, seine Interessen auch wahrzunehmen. 

In Deutschland selbst werde man wieder lernen müssen, mehr und länger zu arbeiten, sagte Merz. Man müsse die industrielle Basis erhalten, sonst seien die anstehenden Probleme nicht zu lösen. Man kämpfe in vielerlei Hinsicht um die Zukunft dieses Landes, außenpolitisch wie innenpolitisch. «Wir trauen uns die Lösung der Probleme zu, weil die Lösung dieser Probleme auch in unserer Hand liegt.»

Hagel beschwor für den Südwesten die Bedeutung der Bildungspolitik und von Baden-Württemberg als Technologie-Standort. Seine Regierung werde ein letztes verbindliches kostenloses Kindergartenjahr einführen, sagte er. Auch wolle man eine verbindliche Grundschulempfehlung - nicht nur für Gymnasien, sondern auch für Real- und Hauptschulen. «Wir haben die Rohstoffe nicht im Boden. Unsere Rohstoffe sind in den Köpfen der Menschen.»

Auch habe man viel zu lange im Land immer nur nach denen geschaut, die immer nur schimpfen, sagte der Spitzenkandidat vor der ausgebuchten Halle mit rund 800 Gästen. «Es wird Zeit, dass wieder Politik gemacht wird für die fleißigen Menschen in der Mitte.» 

Direkt nach dem Auftritt in Heddesheim (Rhein-Neckar-Kreis) wollten sich Merz und Hagel auf den Weg nach Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) machen, wo sie in einer Sporthalle ebenfalls vor Publikum sprechen wollten. Dort wurden rund 1.300 Gäste erwartet.

Kurz vor der Landtagswahl am 8. März wird Merz nochmals im Südwesten erwartet, um Hagel im Kampf um das Amt des Ministerpräsidenten den Rücken zu stärken. Hagel will den amtierenden grünen Regierungschef Winfried Kretschmann beerben, der nicht mehr antritt.

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